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Zinsen - Schlagwort-Archiv im Wirtschaftslexikon

Stufenzinssatz

Der Stufenzinssatz ist eine Bezeichnung für ein Produkt aus der Bankenbranche. 


Stufenzinsen

Informationen zu Stufenzinsen finden Sie unter Stufenzinssatz


Asset Allocation, Einsatz im Bond Portfolio Management

Asset Allocation, Einsatz im Bond Portfolio Management, sind Fachbegriffe der internationalen Finanzwelt, die speziell im Bereich Geldanlagen Anwendung finden.


Bank Lending Survey

Bank Lending Survey (BLS) bedeutet "Umfrage zum Kreditgeschäft" und meint im Bankwesen (Bankensystem) die vierteljährliche Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) unter ausgewählten BLS-Banken im Euro-Währungsgebiet.


Bankdarlehen

Das Bankdarlehen ist eine vertraglich vereinbarte Leihgabe von Geld für einen bestimmten Zeitraum mit der Verpflichtung zur Rückerstattung des Empfangenen. Bankdarlehen sind in der Regel mit Zinsen zurückzuerstatten.


Bankzinsen

Bankzinsen werden in der breitgefächerten Fachliteratur gleichbedeutend mit Zinsen beziehungsweise Zins behandelt. Als Definition für Bankzinsen gilt: Sie sind der Preis für das innerhalb einer festgelegten Zeitdauer von einem Kreditinstitut überlassene Fremdkapital.


Dispositionskredit

Dispositionskredit ist ein kurzfristig genutzter Kreditrahmen, der zum Leistungsspektrum von Banken im Privatkundengeschäft gehört. Ein Synonym ist Überziehungskredit, häufig wird die Kurzbezeichnung Dispokredit oder nur Dispo verwendet.


Geldkredit

Geldkredit bedeutet, dass Kreditnehmer vom Kreditgeber ausschließlich Geld (Zahlungsmittel) zur Gebrauchsüberlassung auf Zeit erhalten. Ein Bankkredit ist immer auch Geldkredit, während Finanzierungen beispielsweise von Konsumgütern über Handelshäuser in Form eines Ratenkaufs als Warenkredit bezeichnet wird.


Ratingcodes

Ratingcodes sind verschlüsselte Symbole, Zeichen, Zeichenfolgen, die das Ergebnis eines Ratings (Bewertung, Einschätzung) angeben. Ein sehr bekannter Ratingcode ist der in Form einer Buchstabenfolge von den populärsten Rating-Agenturen Moody’s oder S&P verwendete. Insbesondere wegen anhaltender Finanzkrisen gerieten Ratingcodes ins öffentliche Interesse. Anhand der Buchstabenfolge können Bonität und in gewissem Maße das Ausfallrisiko, auf Staatenebene das Länderrisiko, eines Schuldners grob eingeschätzt werden. Ratings verloren angesichts der neuerlichen Bankenkrise im Herbst 2011 an Glaubwürdigkeit.


EFSF Bonds

EFSF Bonds und EU-Anleihen (Eurobonds) sind verschiedene Dinge, beides jedoch Instrumentarien des sogenannten Euro-Rettungsschirms. EFSF Bonds hat die im Juni 2010 gegründete Zweckgesellschaft European Financial Stability Facility (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) etwa ab Januar 2011 am Kapitalmarkt platziert. Besichert sind EFSF Bonds durch Garantien der Euro-Länder, die bis zu einem bestimmten/vereinbarten Betrag haften.


Kleinkredit

Kleinkredit werden Kredite dann genannt, wenn die Definition nach Kreditart und Höhe der Kreditsumme erfolgt. Für den Kleinkredit ist, wie es der Name bereits vermuten lässt, die geringe Höhe der Kreditsumme charakteristisch. Als Kleinkredit kommen überwiegend Ratenkredit oder Konsumentenkredit infrage, die zum Zwecke der Finanzierung von Konsumgütern durch Geldinstitute an private Haushalte vergeben werden.


Kontoeröffnung

Von Kontoeröffnung spricht man, wenn ein neues Konto eingerichtet wird. Bis es zur Kontoeröffnung kommt, sind vom jeweiligen Kreditinstitut vorgegebene Voraussetzungen zu erfüllen. Insbesondere die sogenannte Legitimationsprüfung, welche einen steuerrechtlich vorgeschriebenen Verwaltungsvorgang darstellt, den jede Bank, egal ob Direkt- oder Filialbank, erfüllen muss. Aus Kundensicht empfiehlt sich vor Kontoeröffnung ein intensiver Vergleich der Geschäftsbedingungen aller infrage kommenden Geldinstitute.


Kredit mit variabler Verzinsung

Ein Kredit mit variabler Verzinsung ist ein Darlehen, bei dem Sollzinsen einem veränderlichen Zinssatz unterliegen. Gegensatz des Kredits mit variabler Verzinsung ist der mit einem Festzinssatz über die gesamte Laufzeit. Weil Zinsänderungsklauseln nicht zuletzt aus Gründen der Refinanzierung im berechtigten Interesse der Banken liegen, sind Kredite mit variabler Verzinsung überwiegende Praxis.


Money Market Fund

Money Market Fund ist der englische Ausdruck für Geldmarktfonds. Also sind Money Market Funds spezielle Geldmarktpapiere, respektive liquide (kapitalkräftige, verfügbare) Wertpapiere, und zwar solche mit sehr kurzer Laufzeit. Aufgrund dieser Kurzfristigkeit bieten sich Geldmarktfonds, wenn alle Konditionen stimmen, als Alternative zu konventionellen Geldanlagen wie festverzinsliche Wertpapiere, Termingelder oder zum Tagesgeldkonto an.


Prime Rate

Prime Rate ist ein umgangssprachlicher Ausdruck innerhalb des Finanzmarkts, Kreditwesens, bei Finanzierungen, der Geldpolitik und Wirtschaft. Prime Rate bezeichnet eher günstige Zinssätze, die US-amerikanische Banken bei kurzfristigen Kreditverträgen den Unternehmen mit erstklassigem Rating gewähren.


Rahmenkredit

Rahmenkredit ist kein Fachbegriff, eher ein Oberbegriff für unterschiedliche Kredite. Entscheidendes Merkmal eines Rahmenkredits ist die vorherbestimmte Begrenzung der Höhe einer gewährten Kreditlinie. Und: Kreditnehmer können beim Rahmenkredit das mit der Bank vereinbarte Kreditlimit immer wieder vollständig oder in Teilbeträgen bis zum Ende der Laufzeit in Anspruch nehmen. Zinssatz, Tilgung, Rückzahlungsmodalitäten unterliegen marktüblichen Bedingungen beziehungsweise werden mit der Bank vereinbart. Gleichbedeutende Bezeichnungen für Rahmenkredit: Abrufdarlehen, Kreditlinie, Kreditrahmen. Sachgebiete: Betriebswirtschaftslehre (BWL), Bankwirtschaft, Finanzierung, Kreditgeschäft, Finanzwesen, Baufinanzierungen.


Kreditangebot

Kreditangebot im volkswirtschaftlichen Sinne umfasst die Gesamtmenge der Kredite, die am Markt verfügbar sind. Kreditangebot aus betriebswirtschaftlicher Sicht gehört im Großen und Ganzen zur Beschaffung. Last but not least reagieren Banken auf entspreche Nachfrage vor Zustandekommen eines Kreditvertrags mit einem Kreditangebot, so Kunden dies wünschen. Vor allem im Privatkundenbereich sind Kreditangebote oftmals standardisierte Produkte und daher auch nicht kostenpflichtig.


Kredite an private Haushalte

Kredite an private Haushalte vergeben Universal-, Spezial-, Direktbanken, Bausparkassen, sonstige Finanzinstitute. Kredite an private Haushalte unterliegen speziellen Schutzvorschriften, besonders wenn es beispielsweise um Bau- oder Immobilienfinanzierung geht. Hingegen sind viele Kredite an private Haushalte wie etwa Raten-, Konsumenten-, Waren-, Kleinkredit, etc. im sogenannten Massenkundengeschäft der Banken sowie des Versand-, Internethandels oder entsprechender Handelshäuser, die Warenkredite anbieten, als standardisiertes Finanzprodukt ausgestaltet.


Kreditfinanzierung

Kreditfinanzierung entspricht in betriebswirtschaftlicher Fachliteratur der Definition des Begriffs Fremdfinanzierung. Denn mit Kreditfinanzierung ist die Beschaffung von Fremdkapital am Finanzmarkt gemeint, was durch Anleihen, Wandelschuldverschreibungen, Akzepten (Wechsel) oder eben durch verschiedenste Kredite von unterschiedlichen Kapitalgebern erfolgen kann. Man unterscheidet kurz-, mittel- und langfristige Kreditfinanzierung. Außerhalb von Betriebswirtschaftslehre, Finanzmärkten oder Unternehmensfinanzierung gehören im weiteren Sinn auch Konsumentenkredite, Ratenkredite, Auto-, Immobilien-/Baufinanzierungen zur Kreditfinanzierung.


Kreditkonditionen nach Preisangabenverordnung (PAngV)

Kreditkonditionen nach Preisangabenverordnung (PAngV) sind beim Darlehensvertrag für Verbraucher und dabei auch nur teilweise relevant. Kreditkonditionen nach Preisangabenverordnung sollen Konsumenten die Möglichkeit geben, Kredite zu vergleichen. Als Hauptkriterium gilt der Effektivzins, welcher in Bezug auf Darlehensverträge, Ratenkredite, Onlinekredite, etc. Verbrauchern als sogenannter effektiver Jahreszins bekannt ist. Kreditkonditionen nach Preisangabeverordnung sind Teil des Verbraucherschutzes.


Kreditzins

Kreditzins wird vom Kreditnehmer an Kreditgeber als Preis für einen Kredit/Darlehen gezahlt. Den Kreditzins nicht Preis, sondern ein vom Kreditnehmer entrichtetes Entgelt beziehungsweise entrichtete Vergütung zu nennen, ist die fachlich korrektere Definition. Der Begriff Kreditzins erklärt sich bereits aus dem Wort an sich, weil es eine Relation (Beziehung) von Zins zu Kredit und umgekehrt ausdrückt. Sollzins ist ein adäquater Fachausdruck für den umgangssprachlichen Wortgebrauch von Kreditzins.


Kreditvertrag

Der Kreditvertrag gehört zu den spezifischen Bankverträgen, die Kreditinstitute und Bankkunden abschließen. Ein Kreditvertrag ist ein sogenannter schuldrechtlicher Vertrag, der alle Bedingungen für die Übertragung von Geld oder anderen vertretbaren Sachen in das Eigentum des Kreditnehmers enthält. Mit einem Kreditvertrag über vertretbare Sachen werden beispielsweise Autokauf, Immobilienerwerb, Einkäufe im Versandhandel oder Internet finanziert. Kreditgeber können Banken und sonstige Finanzdienstleister sein.


Revolving Credit

Revolving Credit heißt vom Englischen ins Deutsche übersetzt „sich erneuernder Kredit“. Allein damit entspräche Revolving Credit theoretisch der Bedeutung, die eine Kreditlinie, Dispositionskredit, Kontokorrent oder der Lieferantenkredit hat. Hauptmerkmal eines revolvierenden Kredits, bevorzugte Bezeichnung für Revolving Credit, ist die Tilgung des Kredits in festgelegten Zeiträumen und der sich daraus ergebenden, das heißt, sich immer wieder erneuernden Möglichkeit der Inanspruchnahme von Krediten in einer bestimmten Höhe (Kreditlimit). Gängigstes Beispiel für einen Revolving Credit ist das Kreditkartenkonto. Manche Lexika bezeichnen das im Geschäftskundenbereich der Banken vorkommende revolvierende Akkreditiv oder Dokumentenakkreditiv, welches Außenhandelsfinanzierungen betrifft, als Revolving Credit.


Roll-over-Eurokredite

Roll-over-Eurokredite sind ein Finanzinstrument im internationalen Geschäft der Banken mit ihren kreditwürdigsten Kunden. Roll-over-Eurokredit gibt es in dieser Wortkonstellation bei Bankern, Betriebswirten, Finanzdienstleistern, Ökonomen oder in einschlägiger Fachliteratur nicht. Roll-over-Eurokredit wird sowohl alltagsgebräuchlich als auch in BWL, Bankwesen, Finanzwirtschaft, Kreditgeschäft, Unternehmensfinanzierung entweder Roll-over-Kredit oder Eurokredit mit der Klausel roll-over im Kreditvertrag genannt. Gemeint sind Kredite, die am Euromarkt in Dollar, Euro, Pfund, Franken von Großbanken oder einem Bankenkonsortium an Unternehmen, die öffentliche Hand, Staaten vergeben werden. Charakteristikum der Roll-over-Eurokredite ist eine Zinsbindungsfrist nicht über die gesamte Laufzeit, sondern für vereinbarte Perioden.


Sparbuch

Das Sparbuch in althergebrachter Form kommt heutzutage seltener vor. Ein modernes Sparbuch wird von Kreditinstituten überwiegend als Sparkonto angeboten. Der Kontoinhaber erhält eine Urkunde über seine Spareinlage ausgestellt, diese kann auch das Antragsformular für ein Sparkonto/Sparbuch sein. Mit der spezifizierten, oftmals SparCard genannten Bankkarte können in den meisten Fällen Transaktionen zwischen Sparkonto und Giro-/Referenzkonto getätigt werden. Beim traditionellen Sparbuch sind Überweisungen auf Girokonten nicht möglich.


Termingeld

Termingeld ist gleichbedeutend mit dem Begriff Termineinlage. Unter Termingeld werden zwei Arten genannt und zwar das sehr bekannte, sogenannte Festgeld sowie das vielfach weniger bekannte Kündigungsgeld. Zum Termingeld zählen Einlagen bei Kreditinstituten, die über einen bestimmten Zeitraum mit fest vereinbartem Zinssatz, der nach Laufzeit gestaffelt sein kann, von Bankkunden angelegt werden. Termingeld gehört im Sinne von Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzmärkte, Kreditwesen nicht zu den Spareinlagen. Und ein Tagesgeldkonto ist nicht dem Termingeld zugehörig, sondern zählt zu den Sichteinlagen.


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