Unternehmensführung - Schlagwort-Archiv im Wirtschaftslexikon
Einliniensystem
Grob gesagt ist das Einliniensystem dadurch gekennzeichnet, dass jeder Mitarbeiter eines Unternehmes nur einen einzigen Vorgesetzten hat.
Personalbedarfsrechnung
Unter dem Begriff Personalbedarfsrechnung sind verschiedene Maßnahmen zusammengefasst, mithilfe derer der zukünftige Bedarf an Mitarbeitern und Führungskräften in einem Unternehmen ermittel werden kann.
Berichtswesen im Controlling
Beim Berichtswesen im Controlling werden Daten und Kennzahlen erfasst, verdichtet, aufbereitet, dokumentiert sowie nach entsprechenden Anforderungen der Entscheidungsträger eines Unternehmens jeweiligen Anwendern zur Verfügung gestellt.
Business Process Reengineering (BPR)
Business Process Reengineering (BPR) ist ein Konzept, nach dem Unternehmen massive organisatorische Änderungen im Geschäftsprozess vornehmen. BPR zielt bei der Reorganisation wesentlicher Betriebsabläufe konsequent auf die völlige Ausrichtung dieser auf die Bedürfnisse/Anforderungen der Kunden (Kundenorientierung).
Investment-Center
Investment-Center ist eine von drei Sparten (Geschäftsbereiche), wenn die Beschreibung eines Unternehmens nach der funktionalen Organisationsstruktur erfolgt. Investment-Center, Cost-Center und das ab mittleren Unternehmen häufig anzutreffende Profit Center sind Begriffe aus dem Bereich divisionale Organisation (Aufbauorganisation) von Unternehmen. Investment-Center haben eine Geschäftsbereichsleitung, die autonom über Investitionen entscheiden kann.
Management Buy In (MBI)
Management Buy In (MBI) bezeichnet im Großen und Ganzen einen Führungswechsel in Firmen, Unternehmen, Familienbetrieben. Management Buy In ist eine von diversen Management-Buy/by-Techniken, die der Führungsebene Verhaltensweisen, Regeln, Richtlinien zur Gestaltung betrieblicher Prozesse in den Bereichen Organisation, Planung, Kontrolle, Information aufzeigt. Beim Management Buy In (MBI) erfolgt der Führungswechsel sozusagen von außen, das heißt die Leitung eines Unternehmens wird von einem externen Management übernommen. Das Gegenstück heißt Management Buy Out.
Lead Manager
Lead Managerist die wörtliche englische Übersetzung für Konsortialführer. Lead Manager oder Konsortialführer wird im Fachjargon teilweise auch Bookrunner genannt, ein aus Book (Buch) und Runner (Bote) zusammengesetzter Begriff, der im traditionellen englischen Wortschatz so nicht existiert. Obwohl Lead Manager sowie Konsortialführer auf eine einzelne Person schließen lassen könnte, trifft das nicht zu. Denn es handelt sich dabei um die federführende, leitende Bank innerhalb eines Konsortiums. Banken bilden Konsortien mit einem Lead Manager zum Zweck der Emission von Aktien, Anleihen, Wertpapieren sowie für die Vergabe von Krediten, bei denen es speziell um Großkredite geht. Daraus schlussfolgernd gehören Lead Manager beziehungsweise Konsortialführer zu den Sachgebieten Wertpapieremission, Aktienausgabe, Börse, Kreditgeschäft, Finanzmärkte, Marketing, BWL.
Management by Systems
Management by Systems ist eine von diversen Management by-Techniken bzw. -Theorien, die sich mit Unternehmensführung auseinandersetzen. Management by Systems behandelt, in Anlehnung an wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aus der Lehre von Regelkreisen (Kybernetik), die Führung eines Unternehmens durch Systemsteuerung, was eine Mischung aus wiederum anderen Führungsmodellen beinhaltet. Management by Systems im eigentlichen Sinne sollte nicht mit CMS (Content-Management-System) oder FIS (Führungsinformationssystem) verwechselt werden.
Unternehmensvermittlung
Unternehmensvermittlung, Unternehmensübernahme, Akquisition, Take over, Unternehmensbeteiligung sind artverwandte Begriffe. Die Unternehmensvermittlung beanspruchen Geschäftsleute aus unterschiedlichsten Gründen. Anders als bei Unternehmensbeteiligungen, wo eine Unternehmensvermittlung eher seltener eingeschaltet wird, resultieren Unternehmensübernahmen beziehungsweise Unternehmenskauf/-verkauf in Deutschland zu fast neunzig Prozent aus Nachfolgegründen. Unternehmensvermittlung bieten spezielle Investmentbanken oder entsprechend qualifizierte Dienstleistungsfirmen, in denen Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Gutachter, etc. tätig sind, an. Des Weiteren bestehen Möglichkeiten, eine von diversen im Internet vorhandenen Plattformen, sogenannte Firmenbörsen, für die Unternehmensvermittlung zu nutzen.
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