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Finanzwesen - Schlagwort-Archiv im Wirtschaftslexikon

Rating

Rating kommt aus dem englischen und bedeutet so viel wie Bewertung bzw. Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners.


AAA - Rating

Das AAA Rating - oder auch Triple A Rating genannt - ist das beste Rating das Ratingagenturen vergeben können. 


Ratingagentur

Eine Ratingagentur (engl: credit rating agency) sind private Unternehmen die die Kreditwürdigkeit bzw. Bonität von Unternehmen analysieren und feststellen.


Öffentliche Kreditaufnahme

Die öffentliche Kreditaufnahme, auch Staatsschulden genannt, meint: Von der sogenannten öffentlichen Hand aufgenommene Kredite. Gebietskörperschaften treten dabei wie Unternehmer in marktwirtschaftlichen Prozessen auf. Die Summe aller öffentlicher Kredite und daraus resultierender Verbindlichkeiten ergeben die Staatsverschuldung eines Landes.


Altersvorsorge

Der Begriff Altersvorsorge, zuweilen auch Alterssicherung genannt, beinhaltet alle Maßnahmen, die Erwachsene für ihre Versorgung im Alter tätigen. Vorrangig geht es bei der Altersvorsorge darum, den erreichten Lebensstandard nach altersbedingtem Ende einer Erwerbstätigkeit möglichst uneingeschränkt zu erhalten.


Asset Allocation, Einsatz im Bond Portfolio Management

Asset Allocation, Einsatz im Bond Portfolio Management, sind Fachbegriffe der internationalen Finanzwelt, die speziell im Bereich Geldanlagen Anwendung finden.


Börsenhandel-Zulassung

Mit der Börsenhandel-Zulassung sind diverse Aspekte gemeint: a) Das Legitimieren gewerbebetreibender Personen- oder Kapitalgesellschaften zur Teilnahme am Börsenhandel, b) die Genehmigung, als Börsenhändler/Börsenmakler tätig zu sein, oder c) die Anerkennung von Wertpapieren als zum Börsenhandel zugelassen.


Backtesting

Backtesting - ganz schlicht in einem Wort erklärt - kann man als Rück-Erfolgskontrolle oder Rückvergleich bezeichnen. Backtesting ist eine Verfahrensweise, die historische Prognosen testet und insbesondere im Bereich Handel mit Wertpapieren sowie Future-Fonds zum Einsatz kommt. Banker oder Börsenexperten backtesten beispielsweise Handelssysteme.


Bank Lending Survey

Bank Lending Survey (BLS) bedeutet "Umfrage zum Kreditgeschäft" und meint im Bankwesen (Bankensystem) die vierteljährliche Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) unter ausgewählten BLS-Banken im Euro-Währungsgebiet.


Bankdarlehen

Das Bankdarlehen ist eine vertraglich vereinbarte Leihgabe von Geld für einen bestimmten Zeitraum mit der Verpflichtung zur Rückerstattung des Empfangenen. Bankdarlehen sind in der Regel mit Zinsen zurückzuerstatten.


Bankrecht

Bankrecht ist kein definierter Fachausdruck, sondern ein allgemeingültiger Begriff, der sich mit vielfältigen Themen rund ums Geld und damit einhergehenden Rechtsbeziehungen befasst. In Deutschland definiert sich Bankrecht dem Sinn nach am ehesten mit Bankwesen oder Bankwirtschaft, welche auch Bankbetriebslehre genannt wird.


Bankzinsen

Bankzinsen werden in der breitgefächerten Fachliteratur gleichbedeutend mit Zinsen beziehungsweise Zins behandelt. Als Definition für Bankzinsen gilt: Sie sind der Preis für das innerhalb einer festgelegten Zeitdauer von einem Kreditinstitut überlassene Fremdkapital.


Berichtswesen im Controlling

Beim Berichtswesen im Controlling werden Daten und Kennzahlen erfasst, verdichtet, aufbereitet, dokumentiert sowie nach entsprechenden Anforderungen der Entscheidungsträger eines Unternehmens jeweiligen Anwendern zur Verfügung gestellt.


Bridge Loan

Bridge Loan, auch Bridge Financing genannt, ist die Bezeichnung für eine Brückenfinanzierung, landläufig eher als Überbrückungskredit bekannt. Ein Bridge Loan überbrückt bei bestimmten Transaktionen einen Finanzengpass beziehungsweise den bislang ungesicherten Teil einer Finanzierung mit einem kurzfristigen Kredit. Equity Bridge Loan ist die Eigenkapital-Zwischenfinanzierung.


Budget

Das Budget ist der Begriff für die Festlegung geplanter Ausgaben und erwarteter Einnahmen. Obwohl in Wörterbüchern und Lexika allein als Haushaltsplan beziehungsweise Etat definiert, welcher den jährlichen Voranschlag für Einnahmen/Ausgaben öffentlicher Institutionen sowie Körperschaften beschreibt, kommt das Budget in weit vielfältigeren Bereichen bis hin zum privaten Haushaltsbudget vor.


CBOE

CBOE betitelt die Chicago Board Options Exchange. Dies ist eine der weltweit größten Optionsbörsen mit Sitz in Chicago, Illinois, USA.


Certificate of Deposit (CD)

Certificate of Deposit (CD) ist ein zuweilen Einlagenzertifikat, seltener auch Depositenzertifikat genanntes Finanzprodukt, welches auf Sekundärmärkten als Geldmarktpapier mit dem Charakter eines Inhaberpapiers gehandelt wird.


Cash-and-credit-management

Cash-and-credit-management befasst sich mit sämtlichen Unternehmerfinanzen, kommt bei Banken, Finanzdienstleistern, Unternehmen außerhalb des Bankensektors zur Anwendung und kann im weitesten Sinne mit der breitgefächerten Funktion des Forderungsmanagements definiert werden.


Credit Spread Option

Die Credit Spread Option ist ein ratingbezogenes Kreditderivat, welches unter bestimmten Bedingungen eine Option auf eine Ausgleichszahlung respektive Prämie bei Eintreten/Nichteintreten bestimmter Kreditereignisse enthält.


Darlehenshypothek

Darlehenshypothek oder Hypothekendarlehen sind insofern reine Kunstworte, als dass sie in Verbindung mit dem Wort Darlehen sprachökonomisch darauf verweisen, dass es sich um eine Hypothek auf eine/mehrere Immobilien handelt, die dem Zweck der Verwendung als Sicherungsmittel für einen Kredit dient.


Debt-Equity-Swap (DES)

Als Debt-Equity-Swap (DES) wird eine Vereinbarung zwischen zwei Vertragsparteien bezeichnet, bei der die Forderung eines Gläubigers, häufig unter Hinzuziehen eines Dritten, in eine Unternehmensbeteiligung umgewandelt wird.


Direktbanken

Direktbanken sind Kreditinstitute ohne stationäres Filialnetz. Bankgeschäfte finden ausschließlich über elektronische Kommunikation, Telefon, Postweg statt.


Dispositionskredit

Dispositionskredit ist ein kurzfristig genutzter Kreditrahmen, der zum Leistungsspektrum von Banken im Privatkundengeschäft gehört. Ein Synonym ist Überziehungskredit, häufig wird die Kurzbezeichnung Dispokredit oder nur Dispo verwendet.


Euro-Kredit

Euro-Kredit als sachgerechten Finanzbegriff innerhalb des Kreditwesens, Geldmarkts, bei Bankgeschäften, im Bereich Import / Export gibt es nicht, weil jeder Kreditvertrag in Euro-Währung zugleich ein Euro-Kredit, das entsprechende Gegenteil demzufolge ein Fremdwährungskredit ist.


Financial Accounting Standards Board (FASB)

Financial Accounting Standards Board (FASB) ist ein unabhängiges US-amerikanisches Leitungsgremium, welches, privatrechtlich organisiert, die Rechnungsstandards für börsennotierte Unternehmen nach US-GAAP festlegte und ständig weiterentwickelt.


Exportfactoring

Exportfactoring lässt sich insofern leicht erklären, als dass Export den Außenhandel und Factoring einen Forderungsverkauf bezeichnet. Dementsprechend wird Exportfactoring bei internationalen Geschäftsbeziehungen angewendet.


Financial Auditing

Financial Auditing gehört als wesentlicher Teilbereich zur internen Revision (Innenrevision) in Organisationen und Wirtschaftseinheiten. Auditing ist ein Begriff der englischen Wirtschaftssprache und heißt ins deutsche übersetzt Rechnungsprüfung.


Finanzbuchhaltung

Finanzbuchhaltung als Teilbereich des Rechnungswesens umfasst die Bilanz und GuV-Rechnung (Gewinn- und Verlustrechnung). Abgrenzung zur Betriebsbuchführung beziehungsweise Kostenrechnung; aufgrund der Komplexität teilt sich Buchhaltung ab gewissen Unternehmensgrößen in Debitoren-, Kreditoren- und Finanzbuchhaltung.


Finanzbuchführung

Finanzbuchführung ist ein Wort aus der Alltagssprache, wie ihn Buchhalter, professionelle Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, etc. kaum benutzen. In der Fachliteratur wird der Terminus Finanzbuchhaltung verwendet.


Finanzierung

Finanzierung kann als Beschaffung von Zahlungsmitteln für diverse verschiedenartige Vorhaben / Anschaffungen / Investitionen definiert werden. Durch Finanzierung, die Bereitstellung und Rückzahlung der finanziellen Mittel einschließt, decken wirtschaftliche Einrichtungen (private und öffentliche Haushalte, Unternehmen aller Rechtsformen) ihren Kapitalbedarf.


Finanzkredit

Finanzkredit ist ein Synonym für Bestellerkredit, der Sachgebiete wie Kreditwesen, Bankgeschäfte, Finanzmarkt, Finanzwirtschaft, Betriebswirtschaftslehre, Vertriebspolitik, Exportgeschäft, Außenhandel, Zahlungsverkehr und Marketing berührt.


Future-Handel

Future-Handel umfasst im Börsenhandel alle Kontrakte, die als unbedingte Termingeschäfte von beiden Vertragspartnern in der Zukunft erfüllt werden müssen. Gegenstücke: Kassageschäfte, Daytrading, Optionshandel.


Geldkredit

Geldkredit bedeutet, dass Kreditnehmer vom Kreditgeber ausschließlich Geld (Zahlungsmittel) zur Gebrauchsüberlassung auf Zeit erhalten. Ein Bankkredit ist immer auch Geldkredit, während Finanzierungen beispielsweise von Konsumgütern über Handelshäuser in Form eines Ratenkaufs als Warenkredit bezeichnet wird.


Gleitender Durchschnitt (GD)

Gleitender Durchschnitt (GD) ist ein Mittelwert, der bei Analysen von Messwerten zum Einsatz kommt. Gleitender Durchschnitt ist eine Kategorie der Finanzmathematik, unter anderem um Finanzderivate zu bewerten, zudem ist es ein bedeutender Trendfolgeindikator für Chartanalysen.


Hypothekendarlehen

Hypothekendarlehen (auch Darlehenshypothek genannt) sind langfristige Kredite, bei denen Darlehensnehmer den eigenen Grundbesitz als Kreditsicherheit einsetzen. Das im Zuge von Hypothekendarlehen geliehene Geld muss vereinbarungsgemäß, also entsprechend des Darlehensvertrags, zurückgezahlt werden. Die Hypothek wird ins Grundbuch eingetragen, der Gläubiger und Inhaber dieser Hypothek kann bei Konkurs des Schuldners den Grundbesitz versteigern lassen.


No-Bailout-Klausel

No-Bailout-Klausel (Nichtbeistands-Klausel) ist im EU-Vertrag enthalten und bedeutet, dass kein Mitgliedsstaat der EU für Schulden eines anderen EU-Mitgliedsstaates eintritt. Die No-Bailout-Klausel berührt Sachgebiete wie Wirtschaftswissenschaft, Währungspolitik, Europäische Währungsunion, Finanzkrisen.


Staatspleite

Staatspleite: Landläufiges Synonym für Staatsbankrott. Vorzeichen einer drohenden Staatspleite sind hohe Verschuldung und damit einhergehende Gefahr, Forderungen aus Krediten nicht mehr begleichen zu können. Angesichts weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrisen gewinnt die Problematik der Staatspleite zunehmend an Bedeutung.


Europäischer Stabilitätsmechanismus

Europäischer Stabilitätsmechanismus ist eine Art von Krisen-, Risikomanagement auf Ebene des Staatenverbundes Europäische Union. Europäischer Stabilitätsmechanismus wird umgangssprachlich Euro-Rettungsschirm genannt. Das Regelwerk soll die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) stabilisieren sowie Überschuldung beziehungsweise drohenden Staatsbankrott abwenden. Weil ein provisorisches Krisenmanagement Mitte 2012 als Vertragswerk ausläuft, wird der Europäische Stabilitätsmechanismus dieses ersetzen.


Nichtbeistands-Klausel

Nichtbeistands-Klausel: Mitentscheidender Grundsatz der Europäischen Union, der die Haftung der EU als Ganzes sowie die Haftung einzelner Mitgliedsstaaten für Schulden / Verbindlichkeiten anderer Mitgliedsstaaten ausschließt. Die Nichtbeistands-Klausel wird fachmännisch No-Bailout-Klausel genannt und ist im Artikel 125 des AEUV festgeschrieben.


Moral-Hazard-Problem

Das Moral-Hazard-Problem bezeichnet die Vorteilnahme eines Einzelnen auf Kosten einer bestehenden Gemeinschaft. Der Begriff Moral-Hazard-Problem leitet sich von der Bedeutung des Wortes Hazard als eine Art Glücksspiel beziehungsweise im übertragenen Sinne eines Risikos, einer riskanten Aktion ab. Verwendung fand der Ausdruck Moral-Hazard-Problem erstmals im Bereich Versicherung, vornehmlich der Feuerversicherung. Heutzutage warnen Experten vor dem Moral-Hazard-Problem in weiteren Bereichen der Volkswirtschaft sowie innerhalb der Soziologie, Informationsökonomik, Wirtschaftpolitik und Wirtschaftsforschung.


Internationalen Währungsfonds (IWF)

Den Internationalen Währungsfonds (IWF) gibt es seit dem Jahr 1944. Der IWF ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit 187 Mitgliedstaaten im Jahr 2011. Der Internationale Währungsfonds befasst sich mit Finanz-, Geldpolitik, freien Devisenhandel, internationalem Zahlungsverkehr sowie Krediten. Jüngste Finanzentwicklungen führten zur Beteiligung des IWF am Europäischen Stabilitätsmechanismus. Die Stellung der Mitgliedsstaaten (Stimmrecht) im Internationalen Währungsfonds wird durch zugewiesene Quoten beziehungsweise Kapitalanteile bestimmt.


EBA – European Banking Authority

EBA – European Banking Authority – heißt ins Deutsche übersetzt: Europäische Bankaufsichtsbehörde. Die EBA mit Sitz in London ist eine europäische Behörde, die Aufgaben der Finanzmarktaufsicht erfüllt. Die European Banking Authority gehört mit zum Europäischen Finanzaufsichtssystem (ESFS).


Haushaltskonsolidierung

Haushaltskonsolidierung ist die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzlage in Unternehmen und der des Staates (öffentliche Haushalte). Bei einer Haushaltskonsolidierung werden Einnahmen erhöht oder/und Ausgaben verringert. Mit anderen Worten: Geraten Aufwendungen und Erträge in eine Schieflage, muss zur Vermeidung ernsthafter Konsequenzen wie Insolvenz, Konkurs, Bankrott eine Haushaltskonsolidierung stattfinden.


EFSF Bonds

EFSF Bonds und EU-Anleihen (Eurobonds) sind verschiedene Dinge, beides jedoch Instrumentarien des sogenannten Euro-Rettungsschirms. EFSF Bonds hat die im Juni 2010 gegründete Zweckgesellschaft European Financial Stability Facility (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) etwa ab Januar 2011 am Kapitalmarkt platziert. Besichert sind EFSF Bonds durch Garantien der Euro-Länder, die bis zu einem bestimmten/vereinbarten Betrag haften.


Staatsverschuldung Deutschlands

Die Staatsverschuldung Deutschlands setzt sich aus Schulden des Bundes, der Bundesländer, Gemeinden und der gesetzlichen Sozialversicherung zusammen. Der Staatsverschuldung Deutschlands stehen Einnahmen/Forderungen sowie staatliche Vermögenswerte gegenüber (Sach-, Geldvermögen). Werden Einnahmen und Ausgaben verglichen, kommt es zum Haushaltssaldo; ein Haushaltsdefizit entsteht, wenn Staatsausgaben höher als Staatseinnahmen sind.


Investment Property

Investment Property ist ein Standard in der Internationalen Rechnungslegungsvorschrift IFRS. Investment Property hat im gleichbedeutenden IAS-Standard Nummer vierzig. Diese für multinationale Unternehmen gültigen Rechnungslegungsvorschriften, nach denen Konzerne Bilanzen beziehungsweise Jahresabschlüsse erstellen, besagt, dass Immobilien dann als Investment Property zu bewerten sind, wenn sie ein reines Finanzinstrument darstellen; also nicht der Eigennutzung oder dem operativen Geschäft, sondern als Geldanlage dienen. Aus dem Englischen übersetzt heißt „investment in property“ Immobilienanlage. Investment ist Synonym für Investition, Einlage (Bankwesen) oder Geldanlage/Kapitalanlage; Property bezeichnet Sachanlagen, Besitz, Grundstück, Landbesitz, Eigentum an Grund und Boden.


Islamic Development Bank (IsDB)

Islamic Development Bank (IsDB) ist die islamische Entwicklungsbank mit Sitz in Dschidda, Saudi-Arabien. Die Islamic Development Bank unterstützt durch günstige Darlehen Projekte in den ärmeren Ländern, die zur arabischen Welt gehören. Neben multilateralen Entwicklungsbanken, wie es beispielsweise die IsDB eine ist, gibt es zudem die international tätige Weltbank-Gruppe sowie nationale Entwicklungsbanken. Zu letzterer Kategorie gehören unter anderen die KfW-Bankengruppe oder die Österreichische Entwicklungsbank. In aller Regel bestehen Entwicklungshilfen aus Krediten, Darlehen, Beteiligungen und Investitionen in förderungswürdige Projekte.


Kleinkredit

Kleinkredit werden Kredite dann genannt, wenn die Definition nach Kreditart und Höhe der Kreditsumme erfolgt. Für den Kleinkredit ist, wie es der Name bereits vermuten lässt, die geringe Höhe der Kreditsumme charakteristisch. Als Kleinkredit kommen überwiegend Ratenkredit oder Konsumentenkredit infrage, die zum Zwecke der Finanzierung von Konsumgütern durch Geldinstitute an private Haushalte vergeben werden.


Kontoeröffnung

Von Kontoeröffnung spricht man, wenn ein neues Konto eingerichtet wird. Bis es zur Kontoeröffnung kommt, sind vom jeweiligen Kreditinstitut vorgegebene Voraussetzungen zu erfüllen. Insbesondere die sogenannte Legitimationsprüfung, welche einen steuerrechtlich vorgeschriebenen Verwaltungsvorgang darstellt, den jede Bank, egal ob Direkt- oder Filialbank, erfüllen muss. Aus Kundensicht empfiehlt sich vor Kontoeröffnung ein intensiver Vergleich der Geschäftsbedingungen aller infrage kommenden Geldinstitute.


Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren gehören zu den Entgelten, die Kreditinstitute für ihre Leistung des Führens eines Kontos erheben. Kontoführungsgebühren werden monatlich oder quartalsweise berechnet und auf der Sollseite des Kontoauszugs ausgewiesen. Der Werbeslogan „kostenloses Girokonto“ suggeriert Privatkunden, dass keine Kosten beim bargeldlosen Zahlungsverkehr anfallen, meint jedoch nur den Wegfall der Kontoführungsgebühren.


Kredit mit variabler Verzinsung

Ein Kredit mit variabler Verzinsung ist ein Darlehen, bei dem Sollzinsen einem veränderlichen Zinssatz unterliegen. Gegensatz des Kredits mit variabler Verzinsung ist der mit einem Festzinssatz über die gesamte Laufzeit. Weil Zinsänderungsklauseln nicht zuletzt aus Gründen der Refinanzierung im berechtigten Interesse der Banken liegen, sind Kredite mit variabler Verzinsung überwiegende Praxis.


Margin Call

Margin Call ist ein Begriff aus Sachgebieten wie Betriebswirtschaftslehre (BWL), Bankwirtschaft, Finanzmärkte, Wertpapiergeschäft sowie Devisenhandel. Margin Call wird als spezieller Ausdruck im Termingeschäft verwendet und mit „Aufruf / Aufforderung zur Sicherheitsleistung“ definiert. Im Fall eines Margin Calls muss ein Trader neues Geld aufs Handelskonto überweisen, weil ansonsten die Unterschreitung der Sicherheitsleistung droht, was die automatische Schließung des Handelskontos zur Folge hätte.


Money Market Fund

Money Market Fund ist der englische Ausdruck für Geldmarktfonds. Also sind Money Market Funds spezielle Geldmarktpapiere, respektive liquide (kapitalkräftige, verfügbare) Wertpapiere, und zwar solche mit sehr kurzer Laufzeit. Aufgrund dieser Kurzfristigkeit bieten sich Geldmarktfonds, wenn alle Konditionen stimmen, als Alternative zu konventionellen Geldanlagen wie festverzinsliche Wertpapiere, Termingelder oder zum Tagesgeldkonto an.


Money-Back-Optionsschein

Money-Back-Optionsschein ist kein Fachbegriff, sodass es in Wirtschaftslehrbüchern keine Definition dafür gibt. Der Ausdruck Money-Back-Optionsschein wird im Wertpapiergeschäft beziehungsweise in der Bankwirtschaft verwendet und beschreibt einfach nur die Tatsache, dass es sich um einen Optionsschein mit dem verbrieften Recht auf die Rückzahlung des für einen Emissionskurs eingesetzten Kapitals handelt.


NYSE Composite Index

NYSE Composite Index heißt ein US-amerikanischer Aktienindex, der alle an der New Yorker Wertpapierbörse gelisteten Unternehmen umfasst. Der NYSE Composite Index enthält über viertausend in- und ausländische Unternehmen. Der bekannteste, zudem wichtigste Aktienindex der USA hingegen ist der Dow Jones.


Netting

Netting ist ein Begriff mit unterschiedlichen Worterklärungen auf Webseiten im Internet. Für den Terminus Netting existiert keine offizielle Definition, im weitesten Sinne wird darunter die Aufrechnung / Verrechnung gegenläufigen Zahlungsverkehrs zwischen Vertragspartnern verstanden. Netting gehört zu Kategorien wie BWL, Finanzmärkte, Bankwirtschaft, Wertpapiergeschäft, Außenhandel, bargeldloser Zahlungsverkehr, Finanzierung.


Option Spread

Option Spread: Begriff aus den Sachgebieten Betriebswirtschaftslehre (BWL), Bankwirtschaft, Finanzstrategie, Börse, Derivate und Devisenhandel. Option Spread findet in dieser Wortkombination keine praktische Anwendung, sondern kennzeichnet, dass es um Spread-Postionen im Optionsgeschäft geht.


Prime Rate

Prime Rate ist ein umgangssprachlicher Ausdruck innerhalb des Finanzmarkts, Kreditwesens, bei Finanzierungen, der Geldpolitik und Wirtschaft. Prime Rate bezeichnet eher günstige Zinssätze, die US-amerikanische Banken bei kurzfristigen Kreditverträgen den Unternehmen mit erstklassigem Rating gewähren.


Receivables

Receivables heißt übersetzt schlicht Forderungen, Außenstände. Somit meint Receivable einen Außenstand, der sich im Sinne von Betriebswirtschaftslehre (BWL), Rechnungswesen und Controlling, Buchhaltung und Bilanzierung auf die offene Forderung eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner für erbrachte Leistungen bezieht. Receivables sind im Internationalen Rechnungswesen von Bedeutung.


Kredite an private Haushalte

Kredite an private Haushalte vergeben Universal-, Spezial-, Direktbanken, Bausparkassen, sonstige Finanzinstitute. Kredite an private Haushalte unterliegen speziellen Schutzvorschriften, besonders wenn es beispielsweise um Bau- oder Immobilienfinanzierung geht. Hingegen sind viele Kredite an private Haushalte wie etwa Raten-, Konsumenten-, Waren-, Kleinkredit, etc. im sogenannten Massenkundengeschäft der Banken sowie des Versand-, Internethandels oder entsprechender Handelshäuser, die Warenkredite anbieten, als standardisiertes Finanzprodukt ausgestaltet.


Kreditinstitute

Kreditinstitute werden umgangssprachlich und vielfach auch im Fachjargon Bank genannt. Kreditinstitute sind gewinnorientierte Unternehmen, die gewerbsmäßig im Bereich Bankgeschäfte, Geldwirtschaft, Kreditwesen, Finanzdienstleistungen tätig sind. In Deutschland unterliegen Kreditinstitute umfangreichen Rechtsgrundlagen, der Bankenaufsicht und Bankenregulierung. Die Hauptaufgaben der Kreditinstitute entsprechen ihrer Zweckbestimmung, was im Sinne einer Volkswirtschaft das Funktionieren aller Geld- und Kapitalströme umfasst.


Kreditvermittlungsgeschäfte

Kreditvermittlungsgeschäfte tätigen Makler, Banken, Finanzdienstleister im jeweiligen Servicebereich, Außendienst oder online. Ein Kreditvermittlungsgeschäft beinhaltet die Vermittlung von Krediten an zukünftige Kreditnehmer im Auftrag von potenziellen Kreditgebern. Vorschriften für gewerblich organisierte Kreditvermittlungsgeschäfte sind überwiegend gesetzlich geregelt. Ebenso die Tätigkeit des Maklers, der nach rechtlicher Auffassung ein Zivilmakler ist.


Lender of last Resort

Lender of last Resort, Originalübersetzung vom Englischen ins Deutsche: „Kreditgeber der letzten Zuflucht“. Als bildhaftes Synonym für Lender of last Resort gelten heutzutage, im Zeichen von Wirtschafts-, Finanz-, Bankenkrise, Insolvenzen bis hin zu drohender Staatspleite, zum Beispiel gewisse Finanzdoktrin, Euro-Rettungsschirm, Hilfsfonds oder auch der Internationale Währungsfond IWF. In Not geratene Finanzmarktteilnehmer erhalten vom Lender of last Resort einen Kredit, wenn kein anderer Kreditgeber mehr dazu bereit ist.


Securitization

Securitization (deutsch: Verbriefung) bezeichnet die Umwandlung von Vermögenswerten in handelbare Wertpapiere. Für Securitization kommen Forderungsbestände unterschiedlichster Art infrage, insbesondere jedoch vielerlei Kredite. Weitere können mittelfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus Leasing, Baufinanzierungen, Unternehmensdarlehen oder auch aus Konsumentenkrediten, vorzugsweise Autokredite, sein. Nicht zuletzt aufgrund von Securitization entstand der weltweite Handel mit sogenannten „faulen Krediten“, die im milder klingenden Fachjargon „notleidende Kredite“ genannt werden. Folgen solcherart Kreditmarkt können Finanzkrisen mit globalen Auswirkungen sein, jüngstes Beispiel dafür ist die Finanz-, Wirtschafts- und Bankenkrise seit 2007 in Europa.


Senior Debt

Senior Debt ist die englische Bezeichnung für vordringliches, auch vorrangiges Fremdkapital. Das Gegenstück von Senior Debt ist in englischer Wortart demnach Junior Debt, deren deutsche Entsprechung zwangsläufig untergeordnetes beziehungsweise nachrangiges Fremdkapital ist. Senior Debt wurde, im Gegensatz zu vielen anderen Begriffen aus Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzmärkte, Börsenhandel, Kreditwesen, Unternehmensfinanzierung, kaum in den deutschen Wortgebrauch übernommen. Senior Debt, also als vorrangig eingestuftes Fremdkapital, spielt im Rahmen von Überschuldung, Insolvenz, Bankrott sowie beim Mezzanine-Kapital, in diesem Zusammenhang bei der Bilanzierung, und in weiterem Sinne innerhalb der internationalen Rechnungslegungsvorschriften eine Rolle.


Roll-over-Eurokredite

Roll-over-Eurokredite sind ein Finanzinstrument im internationalen Geschäft der Banken mit ihren kreditwürdigsten Kunden. Roll-over-Eurokredit gibt es in dieser Wortkonstellation bei Bankern, Betriebswirten, Finanzdienstleistern, Ökonomen oder in einschlägiger Fachliteratur nicht. Roll-over-Eurokredit wird sowohl alltagsgebräuchlich als auch in BWL, Bankwesen, Finanzwirtschaft, Kreditgeschäft, Unternehmensfinanzierung entweder Roll-over-Kredit oder Eurokredit mit der Klausel roll-over im Kreditvertrag genannt. Gemeint sind Kredite, die am Euromarkt in Dollar, Euro, Pfund, Franken von Großbanken oder einem Bankenkonsortium an Unternehmen, die öffentliche Hand, Staaten vergeben werden. Charakteristikum der Roll-over-Eurokredite ist eine Zinsbindungsfrist nicht über die gesamte Laufzeit, sondern für vereinbarte Perioden.


Sparbuch

Das Sparbuch in althergebrachter Form kommt heutzutage seltener vor. Ein modernes Sparbuch wird von Kreditinstituten überwiegend als Sparkonto angeboten. Der Kontoinhaber erhält eine Urkunde über seine Spareinlage ausgestellt, diese kann auch das Antragsformular für ein Sparkonto/Sparbuch sein. Mit der spezifizierten, oftmals SparCard genannten Bankkarte können in den meisten Fällen Transaktionen zwischen Sparkonto und Giro-/Referenzkonto getätigt werden. Beim traditionellen Sparbuch sind Überweisungen auf Girokonten nicht möglich.


Umfinanzierung

Umfinanzierung ist kein Fachbegriff der Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzwirtschaft, etc. Umfinanzierung kommt höchstens als allgemeiner Wortgebrauch im Bankwesen, bei Finanzierung der Unternehmen oder im privaten Bereich der Verbraucher/Konsumenten vor. Am ehesten entsprechen Umschuldung, Sanierung, im weiteren Sinne Konsolidierung dem Begriff Umfinanzierung, der insbesondere bei Unternehmenskrisen eine Rolle spielt. Bankkunden nehmen unter anderem auch dann eine Umfinanzierung vor, wenn ein Roll-over-Kredit (beispielsweise Dispo) durch einen Kredit mit günstigerem Zinssatz ersetzt wird.


T-Bond

T-Bond, ausgeschrieben Treasury Bond, heißt wörtlich übersetzt Schatzanweisung. Als T-Bond werden im Allgemeinen marktfähige Staatsschuldverschreibungen in den USA bezeichnet. Ein anderes Wort dafür ist Anleihe beziehungsweise Staatsanleihe, Staatsobligation, verzinsliches Wertpapier. Daraus schlussfolgernd gehört der Begriff T-Bond in Wissensbereiche wie Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzwirtschaft, Bankwesen, Wertpapiergeschäft, Börse, Geldanlage, Geldmarktpapier.


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