Finanzkennzahlen - Schlagwort-Archiv im Wirtschaftslexikon
Jahresergebnis
Das Jahresergebnis ist der während des Geschäftsjahres erwirtschaftete Überschuss oder Fehlbetrag und kommt bei der Gewinn-Verlustrechnung zur Anwendung.
Forfaitierung
Forfaitierung kommt aus dem französischen "à forfait" und bezeichnet den Ankauf von Forderungen.
Bank Lending Survey
Bank Lending Survey (BLS) bedeutet "Umfrage zum Kreditgeschäft" und meint im Bankwesen (Bankensystem) die vierteljährliche Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) unter ausgewählten BLS-Banken im Euro-Währungsgebiet.
Berichtswesen im Controlling
Beim Berichtswesen im Controlling werden Daten und Kennzahlen erfasst, verdichtet, aufbereitet, dokumentiert sowie nach entsprechenden Anforderungen der Entscheidungsträger eines Unternehmens jeweiligen Anwendern zur Verfügung gestellt.
Bridge Loan
Bridge Loan, auch Bridge Financing genannt, ist die Bezeichnung für eine Brückenfinanzierung, landläufig eher als Überbrückungskredit bekannt. Ein Bridge Loan überbrückt bei bestimmten Transaktionen einen Finanzengpass beziehungsweise den bislang ungesicherten Teil einer Finanzierung mit einem kurzfristigen Kredit. Equity Bridge Loan ist die Eigenkapital-Zwischenfinanzierung.
Budget
Das Budget ist der Begriff für die Festlegung geplanter Ausgaben und erwarteter Einnahmen. Obwohl in Wörterbüchern und Lexika allein als Haushaltsplan beziehungsweise Etat definiert, welcher den jährlichen Voranschlag für Einnahmen/Ausgaben öffentlicher Institutionen sowie Körperschaften beschreibt, kommt das Budget in weit vielfältigeren Bereichen bis hin zum privaten Haushaltsbudget vor.
CBOE
CBOE betitelt die Chicago Board Options Exchange. Dies ist eine der weltweit größten Optionsbörsen mit Sitz in Chicago, Illinois, USA.
Devisencharts
Devisencharts ist ein strategischer Begriff innerhalb des Devisenhandels, der in selbigen in dieser Form selten verwendet wird. Der professionelle Ausdruck für Devisencharts ist Charttechnik oder Chartanalyse.
Financial Auditing
Financial Auditing gehört als wesentlicher Teilbereich zur internen Revision (Innenrevision) in Organisationen und Wirtschaftseinheiten. Auditing ist ein Begriff der englischen Wirtschaftssprache und heißt ins deutsche übersetzt Rechnungsprüfung.
Finanzbuchhaltung
Finanzbuchhaltung als Teilbereich des Rechnungswesens umfasst die Bilanz und GuV-Rechnung (Gewinn- und Verlustrechnung). Abgrenzung zur Betriebsbuchführung beziehungsweise Kostenrechnung; aufgrund der Komplexität teilt sich Buchhaltung ab gewissen Unternehmensgrößen in Debitoren-, Kreditoren- und Finanzbuchhaltung.
Finanzbuchführung
Finanzbuchführung ist ein Wort aus der Alltagssprache, wie ihn Buchhalter, professionelle Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, etc. kaum benutzen. In der Fachliteratur wird der Terminus Finanzbuchhaltung verwendet.
Firmenkredit
Einen Firmenkredit erhalten Existenzgründer, Gewerbetreibende vom Einzelunternehmen bis Aktiengesellschaften und Konzernen sowie Selbstständige oder Freiberufler. Firmenkredite gibt es als mannigfaltige Typen in variantenreichen Gestaltungsmöglichkeiten. Gegenstück ist der Privatkredit.
Gleitender Durchschnitt (GD)
Gleitender Durchschnitt (GD) ist ein Mittelwert, der bei Analysen von Messwerten zum Einsatz kommt. Gleitender Durchschnitt ist eine Kategorie der Finanzmathematik, unter anderem um Finanzderivate zu bewerten, zudem ist es ein bedeutender Trendfolgeindikator für Chartanalysen.
Hypothekarkredit
Hypothekarkredit ist eine umgangssprachliche Ausdrucksform für Realkredit, auch Hypothekendarlehen (Darlehenshypothek) genannt, und wird kaum noch verwendet. Ursache dafür sind Gesetzesregelungen zum Grundpfandrecht.
Haushaltskonsolidierung
Haushaltskonsolidierung ist die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzlage in Unternehmen und der des Staates (öffentliche Haushalte). Bei einer Haushaltskonsolidierung werden Einnahmen erhöht oder/und Ausgaben verringert. Mit anderen Worten: Geraten Aufwendungen und Erträge in eine Schieflage, muss zur Vermeidung ernsthafter Konsequenzen wie Insolvenz, Konkurs, Bankrott eine Haushaltskonsolidierung stattfinden.
Ratingcodes
Ratingcodes sind verschlüsselte Symbole, Zeichen, Zeichenfolgen, die das Ergebnis eines Ratings (Bewertung, Einschätzung) angeben. Ein sehr bekannter Ratingcode ist der in Form einer Buchstabenfolge von den populärsten Rating-Agenturen Moody’s oder S&P verwendete. Insbesondere wegen anhaltender Finanzkrisen gerieten Ratingcodes ins öffentliche Interesse. Anhand der Buchstabenfolge können Bonität und in gewissem Maße das Ausfallrisiko, auf Staatenebene das Länderrisiko, eines Schuldners grob eingeschätzt werden. Ratings verloren angesichts der neuerlichen Bankenkrise im Herbst 2011 an Glaubwürdigkeit.
Nettogeldvermögen
Nettogeldvermögen und Geldvermögen werden umgangssprachlich überwiegend als identische Begriffe verwendet. Exakt definiert ist das Nettogeldvermögen als Saldo (Differenz zwischen Soll und Haben) aus Forderungen und Verbindlichkeiten. Innerhalb bundesdeutscher Vermögensbilanzen erscheint das Nettogeldvermögen in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), die nach dem Standard ESVG (Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen) erstellt wird. Der Begriff Nettogeldvermögen gehört zu Sachgebieten wie Wirtschaftstheorie, Volkswirtschaftslehre, Makroökonomie, BWL, Rechnungswesen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung sowie Finanzmarkt.
Margin Call
Margin Call ist ein Begriff aus Sachgebieten wie Betriebswirtschaftslehre (BWL), Bankwirtschaft, Finanzmärkte, Wertpapiergeschäft sowie Devisenhandel. Margin Call wird als spezieller Ausdruck im Termingeschäft verwendet und mit „Aufruf / Aufforderung zur Sicherheitsleistung“ definiert. Im Fall eines Margin Calls muss ein Trader neues Geld aufs Handelskonto überweisen, weil ansonsten die Unterschreitung der Sicherheitsleistung droht, was die automatische Schließung des Handelskontos zur Folge hätte.
Projektfinanzierung
Die Projektfinanzierung ist ihrer Art nach eine Spezialfinanzierung und gehört sowohl dem Bereich Innen- wie Außenfinanzierung an. Projektfinanzierung kommt stets bei einem verselbstständigten Investitionsvorhaben zur Anwendung. Zwecks Risikoverteilung und wegen Fragen der Haftung werden im Rahmen der Projektfinanzierung insbesondere bei großen Vorhaben im In- oder Ausland Konsortien beziehungsweise Projektgesellschaften gegründet oder Generalunternehmer/-übernehmer für das einmalige Vorhaben (Projekt) beauftragt.
Receivables
Receivables heißt übersetzt schlicht Forderungen, Außenstände. Somit meint Receivable einen Außenstand, der sich im Sinne von Betriebswirtschaftslehre (BWL), Rechnungswesen und Controlling, Buchhaltung und Bilanzierung auf die offene Forderung eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner für erbrachte Leistungen bezieht. Receivables sind im Internationalen Rechnungswesen von Bedeutung.
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