Direktbank - Schlagwort-Archiv im Wirtschaftslexikon
Direktbanken
Direktbanken sind Kreditinstitute ohne stationäres Filialnetz. Bankgeschäfte finden ausschließlich über elektronische Kommunikation, Telefon, Postweg statt.
Discount Broker
Discount Broker unterscheiden sich, wie in anderen Branchen mit dem vorgesetzten Kürzel Discount üblicherweise auch, von übrigen Wertpapierhändlern durch günstigere Konditionen, insbesondere bei Depot- und Ordergebühren.
Dispositionskredit
Dispositionskredit ist ein kurzfristig genutzter Kreditrahmen, der zum Leistungsspektrum von Banken im Privatkundengeschäft gehört. Ein Synonym ist Überziehungskredit, häufig wird die Kurzbezeichnung Dispokredit oder nur Dispo verwendet.
Finanzierung
Finanzierung kann als Beschaffung von Zahlungsmitteln für diverse verschiedenartige Vorhaben / Anschaffungen / Investitionen definiert werden. Durch Finanzierung, die Bereitstellung und Rückzahlung der finanziellen Mittel einschließt, decken wirtschaftliche Einrichtungen (private und öffentliche Haushalte, Unternehmen aller Rechtsformen) ihren Kapitalbedarf.
Finanzkredit
Finanzkredit ist ein Synonym für Bestellerkredit, der Sachgebiete wie Kreditwesen, Bankgeschäfte, Finanzmarkt, Finanzwirtschaft, Betriebswirtschaftslehre, Vertriebspolitik, Exportgeschäft, Außenhandel, Zahlungsverkehr und Marketing berührt.
Geldkredit
Geldkredit bedeutet, dass Kreditnehmer vom Kreditgeber ausschließlich Geld (Zahlungsmittel) zur Gebrauchsüberlassung auf Zeit erhalten. Ein Bankkredit ist immer auch Geldkredit, während Finanzierungen beispielsweise von Konsumgütern über Handelshäuser in Form eines Ratenkaufs als Warenkredit bezeichnet wird.
Kleinkredit
Kleinkredit werden Kredite dann genannt, wenn die Definition nach Kreditart und Höhe der Kreditsumme erfolgt. Für den Kleinkredit ist, wie es der Name bereits vermuten lässt, die geringe Höhe der Kreditsumme charakteristisch. Als Kleinkredit kommen überwiegend Ratenkredit oder Konsumentenkredit infrage, die zum Zwecke der Finanzierung von Konsumgütern durch Geldinstitute an private Haushalte vergeben werden.
Kontoeröffnung
Von Kontoeröffnung spricht man, wenn ein neues Konto eingerichtet wird. Bis es zur Kontoeröffnung kommt, sind vom jeweiligen Kreditinstitut vorgegebene Voraussetzungen zu erfüllen. Insbesondere die sogenannte Legitimationsprüfung, welche einen steuerrechtlich vorgeschriebenen Verwaltungsvorgang darstellt, den jede Bank, egal ob Direkt- oder Filialbank, erfüllen muss. Aus Kundensicht empfiehlt sich vor Kontoeröffnung ein intensiver Vergleich der Geschäftsbedingungen aller infrage kommenden Geldinstitute.
Kontoführungsgebühren
Kontoführungsgebühren gehören zu den Entgelten, die Kreditinstitute für ihre Leistung des Führens eines Kontos erheben. Kontoführungsgebühren werden monatlich oder quartalsweise berechnet und auf der Sollseite des Kontoauszugs ausgewiesen. Der Werbeslogan „kostenloses Girokonto“ suggeriert Privatkunden, dass keine Kosten beim bargeldlosen Zahlungsverkehr anfallen, meint jedoch nur den Wegfall der Kontoführungsgebühren.
Kredit mit variabler Verzinsung
Ein Kredit mit variabler Verzinsung ist ein Darlehen, bei dem Sollzinsen einem veränderlichen Zinssatz unterliegen. Gegensatz des Kredits mit variabler Verzinsung ist der mit einem Festzinssatz über die gesamte Laufzeit. Weil Zinsänderungsklauseln nicht zuletzt aus Gründen der Refinanzierung im berechtigten Interesse der Banken liegen, sind Kredite mit variabler Verzinsung überwiegende Praxis.
Kreditangebot
Kreditangebot im volkswirtschaftlichen Sinne umfasst die Gesamtmenge der Kredite, die am Markt verfügbar sind. Kreditangebot aus betriebswirtschaftlicher Sicht gehört im Großen und Ganzen zur Beschaffung. Last but not least reagieren Banken auf entspreche Nachfrage vor Zustandekommen eines Kreditvertrags mit einem Kreditangebot, so Kunden dies wünschen. Vor allem im Privatkundenbereich sind Kreditangebote oftmals standardisierte Produkte und daher auch nicht kostenpflichtig.
Kredite an private Haushalte
Kredite an private Haushalte vergeben Universal-, Spezial-, Direktbanken, Bausparkassen, sonstige Finanzinstitute. Kredite an private Haushalte unterliegen speziellen Schutzvorschriften, besonders wenn es beispielsweise um Bau- oder Immobilienfinanzierung geht. Hingegen sind viele Kredite an private Haushalte wie etwa Raten-, Konsumenten-, Waren-, Kleinkredit, etc. im sogenannten Massenkundengeschäft der Banken sowie des Versand-, Internethandels oder entsprechender Handelshäuser, die Warenkredite anbieten, als standardisiertes Finanzprodukt ausgestaltet.
Kreditfinanzierung
Kreditfinanzierung entspricht in betriebswirtschaftlicher Fachliteratur der Definition des Begriffs Fremdfinanzierung. Denn mit Kreditfinanzierung ist die Beschaffung von Fremdkapital am Finanzmarkt gemeint, was durch Anleihen, Wandelschuldverschreibungen, Akzepten (Wechsel) oder eben durch verschiedenste Kredite von unterschiedlichen Kapitalgebern erfolgen kann. Man unterscheidet kurz-, mittel- und langfristige Kreditfinanzierung. Außerhalb von Betriebswirtschaftslehre, Finanzmärkten oder Unternehmensfinanzierung gehören im weiteren Sinn auch Konsumentenkredite, Ratenkredite, Auto-, Immobilien-/Baufinanzierungen zur Kreditfinanzierung.
Kreditinstitute
Kreditinstitute werden umgangssprachlich und vielfach auch im Fachjargon Bank genannt. Kreditinstitute sind gewinnorientierte Unternehmen, die gewerbsmäßig im Bereich Bankgeschäfte, Geldwirtschaft, Kreditwesen, Finanzdienstleistungen tätig sind. In Deutschland unterliegen Kreditinstitute umfangreichen Rechtsgrundlagen, der Bankenaufsicht und Bankenregulierung. Die Hauptaufgaben der Kreditinstitute entsprechen ihrer Zweckbestimmung, was im Sinne einer Volkswirtschaft das Funktionieren aller Geld- und Kapitalströme umfasst.
Kreditsicherheiten
Kreditsicherheiten sind verwertbare Vermögensgegenstände, die zur Begrenzung des Kreditrisikos vom Kreditnehmer bereitgestellt werden. Kreditsicherheiten verlangen Banken oder andere Finanzdienstleister vor allem bei Krediten mit mittel- und langfristiger Laufzeit. Ein Kreditgeschäft, bei dem auf Kreditsicherheiten verzichtet wird, heißt Blankodarlehen. Die Bonität des Kreditnehmers beeinflusst in relativ starkem Maße anfallende Kreditkosten und auch zu stellende Kreditsicherheiten. Es wird zwischen Personen-, Sachsicherheiten sowie akzessorischen und nicht akzessorischen Sicherheiten unterschieden.
Termingeld
Termingeld ist gleichbedeutend mit dem Begriff Termineinlage. Unter Termingeld werden zwei Arten genannt und zwar das sehr bekannte, sogenannte Festgeld sowie das vielfach weniger bekannte Kündigungsgeld. Zum Termingeld zählen Einlagen bei Kreditinstituten, die über einen bestimmten Zeitraum mit fest vereinbartem Zinssatz, der nach Laufzeit gestaffelt sein kann, von Bankkunden angelegt werden. Termingeld gehört im Sinne von Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzmärkte, Kreditwesen nicht zu den Spareinlagen. Und ein Tagesgeldkonto ist nicht dem Termingeld zugehörig, sondern zählt zu den Sichteinlagen.
Umfinanzierung
Umfinanzierung ist kein Fachbegriff der Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzwirtschaft, etc. Umfinanzierung kommt höchstens als allgemeiner Wortgebrauch im Bankwesen, bei Finanzierung der Unternehmen oder im privaten Bereich der Verbraucher/Konsumenten vor. Am ehesten entsprechen Umschuldung, Sanierung, im weiteren Sinne Konsolidierung dem Begriff Umfinanzierung, der insbesondere bei Unternehmenskrisen eine Rolle spielt. Bankkunden nehmen unter anderem auch dann eine Umfinanzierung vor, wenn ein Roll-over-Kredit (beispielsweise Dispo) durch einen Kredit mit günstigerem Zinssatz ersetzt wird.
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