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Verweise

Industrie- und Handelskammer (IHK)

Die Industrie- und Handelskammer ist ein Zusammenschluss der gewerblichen Wirtschaft eines Bezirks in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, die in Selbstverwaltung geführt wird. Das Gesamtinteresse der Kammerzugehörigen hat die Industrie- und Handelskammer wahrzunehmen, für die Förderung der gewerblichen Wirtschaft zu wirken und dabei die Interessen einzelner Gewerbezweige oder Betriebe abwägend und ausgleichend zu berücksichtigen.
Auf alle Fragen des Wirtschaftslebens erstrecken sich die vielfältigen Aufgaben der Industrie- und Handelskammer. Vor allem gutachterliche Stellungnahmen und Initiativen gegenüber staatlichen Stellen, die vielfach zur Einholung von Kammergutachten verpflichtet sind, die Beratung und Betreuung der Unternehmen sowie die Durchführung und Beaufsichtigung der beruflichen Ausbildung im kaufmännischen und gewerblichen Bereich, wobei die Industrie- und Handelskammer das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse führen und Prüfungen abnehmen, zählen zu den Hauptaufgaben der Industrie- und Handelskammer. Unter anderem stellen die Industrie- und Handelskammern Ursprungszeugnisse aus und andere dem Wirtschaftsverkehr dienende Bescheinigungen, leiten Einigungsstellen für Wettbewerbsstreitigkeiten und unterhalten oder unterstützen Einrichtungen und Anlagen zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft.
Grundsätzlich alle Gewerbetreibenden eines Bezirks gehören den Industrie- und Handelskammern als Pflichtmitglieder an. Aus ihrer Mitte heraus wählen die Mitglieder eine Vollversammlung, die die grundsätzlichen Entscheidungen trifft und den Präsidenten und den Hauptgeschäftsführer bestimmt.
Das Gesetz zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18.12.1956 bildet die Rechtsgrundlage für die Industrie- und Handelskammern.