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Verweise

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wird auch Bank for International Settlements genannt. Im Jahre 1930 wurde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) von sieben Staaten als Aktiengesellschaft gegründet. Ihren Sitz hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, die die Aufgabe hat, die Zusammenarbeit der Zentralbanken zu fördern und als Treuhänder oder Agent bei den ihr übertragenen internationalen Zahlungsgeschäften zu wirken.
Auf der Haager Konferenz zur Regelung der deutschen Reparationen aus dem 1. Weltkrieg wurde die Gründung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich am 20.1.1930 beschlossen und anschließend durch ein Abkommen zwischen den Regierungen Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Japans einerseits und der Schweiz andererseits gegründet. Am 17.5.1930 nahm die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) ihre Tätigkeit auf.
Die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) besitzt die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG), deren Aktien von den Zentralbanken der Mitgliedstaaten gehalten werden.
Die Generalversammlung und der Verwaltungsrat bilden die Organe der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ). Als das oberste Organ der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) findet die Generalversammlung einmal jährlich statt. Nur die Zentralbankpräsidenten der Gründerländer und derjenigen Länder, in denen ursprünglich Aktien der Bank gezeichnet worden sind, haben in der Generalversammlung ein Stimmrecht. Die Geschäftsführung der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) obliegt dem Verwaltungsrat. Dem Verwaltungsrat gehören nach den Statuten als ständige Mitglieder die Präsidenten der Zentralbanken von Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und der USA sowie sechs weitere Vertreter aus der Privatwirtschaft dieser Länder an. Drei weitere Zentralbankpräsidenten werden aus den übrigen Mitgliedstaaten in den Verwaltungsrat gewählt.
Auf die der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich übertragenen Aufgaben als Treuhände rund Agent, auf Bankgeschäfte mit Zentralbanken und in geringem Umfang mit Privatbanken und auf die statistische Erfassung der internationalen Finanzmärkte, insbesondere der Europamärkte, erstrecken sich die Tätigkeiten der Bank. Weiters dient die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich als Instrument der internationalen Kooperation der Notenbanken.
Die ursprüngliche Aufgabe der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich lag darin, als Treuhänder die von Deutschland geleisteten Reparationszahlungen zu verwalten und auf die einzelnen Gläubigerstaaten aufzuteilen.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich verwaltet im Rahmen ihres Bankgeschäfts Einlagen von Zentralbanken, die einen Teil ihrer Gold- und Währungsreserven bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich anlegen, und in geringem Umfang auch von anderen Einlegern und gewährt – ebenfalls überwiegend an Zentralbanken – meist kurzfristige Kredite nach kommerziellen Gesichtspunkten.