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Analyse mit ABC

Eine einfache und deshalb häufig verwendete Variante der Programmanalyse bildet die ABC-Analyse. Zunächst wird eine Rangreihe aller Teile des Angebotsprogramms nach Maßgabe ihres relativen Erfolgsbeitrages (Umsatz, Deckungsbeitrag usw.), zählt diese Beiträge zusammen und teilt dann alle Elemente in drei Gruppen (A, B und C) ein, wobei meist kumulierte Anteile von 50 % und 75 % als Gruppengrenzen gewählt werden. Die Umsatz- oder Erfolgskonzentration wird durch die ABC-Analyse deutlich. Kommt bei der ABC-Analyse heraus, dass zum Beispiel das C Produkt das schwächste ist, kann es sein, dass es deshalb das Umsatzschwächste ist, weil es zu wenig gefördert oder gerade erst eingeführt wurde. Will man das C Produkt eliminieren (aus dem Sortiment des Unternehmens nehmen), sollte man darüber nachdenken es zu fördern und auch auf die Sortimentsbreite achten (der Kunde braucht eine gewisse Auswahl an Produkten).
Auf Kunden, Absatzgebiete oder andere Absatzsegmente lässt sich die ABC-Analyse ebenfalls anwenden. Ferner ist die ABC-Analyse ein Hilfsmittel der Planungsmethodik des Operations Reserach, insbesondere bedeutungsvoll für die Projektgestaltung durch das Planungsmanagement. Groß, Mittel- und Kleinprojekte können durch die ABC-Analyse voneinander getrennt werden. Gewöhnlich werden zur Trennung die Planungsprojekte (der Vergangenheit) nach ihrem Projektaufwand sortiert und stellt den kumulierten Projektaufwand dar. Das Projektmanagement muss für Großprojekte mit umfassender Kompetenz ausgestattet werden. Besonders hoch sind dabei die Anforderungen an Planung, Steuerung und Kontrolle. Die entsprechenden Anforderungen sind bei Mittel- und Kleinprojekten dementsprechend geringer.