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Agrarstrukturpolitik

Die Agrarstrukturpolitik ist ein Teil der Agrarpolitik, durch den die Agrarstruktur beeinflusst wird. Aus zwei Gründen wird der Wandel der Agrarstruktur zu einem Problem für die Agrarstrukturpolitik. In den westlichen Industrieländern hat sich zum einen gezeigt, dass sich die Agrarstruktur wenig intensiv ändert, als es aus gesamtwirtschaftlicher Sicht wünschenswert wäre. Zum Anderen können die Anpassungszwänge für die Landwirte so groß werden, dass sie in einem System der Sozialen Marktwirtschaft als sozial nicht akzeptabel betrachtet werden. Zur Steuerung des Strukturwandels werden daher agrarpolitische Instrumente eingesetzt (Einzelbetriebliche Förderungsprogramme, Landabgabenrente, Pachtgesetz, Grundstücksverkehrsgesetz, Nichtvermarktungsprämie, Flurbereinigung, Landtausch). Die Agrarstrukturpolitik wird in Deutschland durch Zuschüsse der EU entsprechend den Richtlinien für die Durchführung der Strukturpolitik in den Mitgliedsländern der EU und durch Bund sowie Länder (Gemeinschaftsaufgabe) finanziert.