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Neue Begriffe im Wirtschaftslexikon

Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF)

Die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF, englisch European Financial Stability Facility) wurde als Akteingesellschaft mit Sitz in Luxenburg am 7. Juni 2010 gegründet.


Gesellschaftsformen

Die Wahl der richtigen Gesellschaftsform ist wohl eine der wichtigsten Entscheidungen die bei der Gründung eines Unternehmens getroffen werden müssen.


Verband der privaten Krankenversicherung e. V.

Der Verband der privaten Krankenversicherung e. V. wurde in Deutschland im Jahr 1946 gegründet. Gängige Abkürzung für den Verband der privaten Krankenversicherung e. V. ist PKV-Verband, der Hauptsitz (Verbandsbüro) befindet sich in Köln, in der Bundeshauptstadt Berlin gibt es ein weiteres Büro. Zudem existieren in allen Bundesländern Landesausschüsse. Zweck des Verbands der privaten Krankenversicherung ist die allgemeine Interessenvertretung der Mitglieder. Diese sind private Krankenversicherungen wie zum Beispiel Debeka, Allianz, AXA, Barmenia, DKV, Signal Iduna, etc., die im Namen stets „Krankenversicherung“ oder „Krankenversicherungsgesellschaft“ und die entsprechende Rechtsform (überwiegend AG für Aktiengesellschaft) führen. Der Verband der privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband) erfüllt beratende Aufgaben hinsichtlich der Gestaltung einzelner Tarife und bezieht Stellung zu Grundsatzfragen auf nationaler sowie auf europäischer beziehungsweise internationaler Ebene.


Vendor Managed Inventory (VMI)

Vendor Managed Inventory (VMI) bezeichnet lieferantengeführte Bestandshaltung eines Zulieferers (Hersteller, Ausrüster) bei dessen Kunden. Vendor Managed Inventory ist möglicher Bestandteil von Warenwirtschaftssystemen (WWS) wie es beispielsweise ERP (Enterprise Resource Planning) oder EDI (Electronic Data Interchange) sind. Ein Warenwirtschaftssystem inklusive des logistischen Mittels Vendor Managed Inventory (VMI) schließt sämtliche Warenströme innerhalb eines Unternehmens sowie deren Kundenbeziehungen ein und zeichnet sich außerdem durch standardisierte, unternehmensübergreifende Schnittstellen zwischen den beteiligten Partnern aus.


Unternehmensvermittlung

Unternehmensvermittlung, Unternehmensübernahme, Akquisition, Take over, Unternehmensbeteiligung sind artverwandte Begriffe. Die Unternehmensvermittlung beanspruchen Geschäftsleute aus unterschiedlichsten Gründen. Anders als bei Unternehmensbeteiligungen, wo eine Unternehmensvermittlung eher seltener eingeschaltet wird, resultieren Unternehmensübernahmen beziehungsweise Unternehmenskauf/-verkauf in Deutschland zu fast neunzig Prozent aus Nachfolgegründen. Unternehmensvermittlung bieten spezielle Investmentbanken oder entsprechend qualifizierte Dienstleistungsfirmen, in denen Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Gutachter, etc. tätig sind, an. Des Weiteren bestehen Möglichkeiten, eine von diversen im Internet vorhandenen Plattformen, sogenannte Firmenbörsen, für die Unternehmensvermittlung zu nutzen.


T-Bond

T-Bond, ausgeschrieben Treasury Bond, heißt wörtlich übersetzt Schatzanweisung. Als T-Bond werden im Allgemeinen marktfähige Staatsschuldverschreibungen in den USA bezeichnet. Ein anderes Wort dafür ist Anleihe beziehungsweise Staatsanleihe, Staatsobligation, verzinsliches Wertpapier. Daraus schlussfolgernd gehört der Begriff T-Bond in Wissensbereiche wie Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzwirtschaft, Bankwesen, Wertpapiergeschäft, Börse, Geldanlage, Geldmarktpapier.


Umfinanzierung

Umfinanzierung ist kein Fachbegriff der Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzwirtschaft, etc. Umfinanzierung kommt höchstens als allgemeiner Wortgebrauch im Bankwesen, bei Finanzierung der Unternehmen oder im privaten Bereich der Verbraucher/Konsumenten vor. Am ehesten entsprechen Umschuldung, Sanierung, im weiteren Sinne Konsolidierung dem Begriff Umfinanzierung, der insbesondere bei Unternehmenskrisen eine Rolle spielt. Bankkunden nehmen unter anderem auch dann eine Umfinanzierung vor, wenn ein Roll-over-Kredit (beispielsweise Dispo) durch einen Kredit mit günstigerem Zinssatz ersetzt wird.


Supply Chain Management (SCM)

Supply Chain Management (SCM) bezeichnet eine auf Anwendersoftware gestützte Vertriebsstrategie. Das Besondere: Supply Chain Management umfasst Wertschöpfungskette, Lieferanten und Abnehmer (Einzel-, Großhandel, Händler, Endkunden), einschließlich Auftragsabwicklung, Informationsaustausch sowie Prozesse der Zahlungsströme (Geldfluss). Eine allgemeingültige Definition für Supply Chain Management existiert nicht, es gibt zahlreiche. Weil das System Supply Chain Management (SCM) nicht nur unternehmensintern, sondern über Unternehmensgrenzen hinweg funktioniert, ist die Vernetzung miteinander konkurrierender Lieferketten zwingend notwendig.


Six Sigma

Six Sigma gehört zum Qualitätsmanagement und wird als sogenanntes Six Sigma Projekt in Unternehmen zur Verbesserung von Geschäftsvorgängen angewendet. Die Durchführung der Methode Six Sigma orientiert sich an Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung, Überwachung von problembehafteten Prozessen. Ziel ist die Senkung der vorhandenen Abweichungen von zulässigen Toleranzbereichen, weshalb unter dem Begriff Six Sigma auch diverse statistische Maßgrößen für Qualität und Kosten zusammengefasst werden. Die Durchführung von Six Sigma Projekten ist aufwendig und vergleichsweise teuer, der Erfolg hängt wesentlich von einer akkurat durchdachten Projektauswahl ab.


Termingeld

Termingeld ist gleichbedeutend mit dem Begriff Termineinlage. Unter Termingeld werden zwei Arten genannt und zwar das sehr bekannte, sogenannte Festgeld sowie das vielfach weniger bekannte Kündigungsgeld. Zum Termingeld zählen Einlagen bei Kreditinstituten, die über einen bestimmten Zeitraum mit fest vereinbartem Zinssatz, der nach Laufzeit gestaffelt sein kann, von Bankkunden angelegt werden. Termingeld gehört im Sinne von Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzmärkte, Kreditwesen nicht zu den Spareinlagen. Und ein Tagesgeldkonto ist nicht dem Termingeld zugehörig, sondern zählt zu den Sichteinlagen.


Sparbuch

Das Sparbuch in althergebrachter Form kommt heutzutage seltener vor. Ein modernes Sparbuch wird von Kreditinstituten überwiegend als Sparkonto angeboten. Der Kontoinhaber erhält eine Urkunde über seine Spareinlage ausgestellt, diese kann auch das Antragsformular für ein Sparkonto/Sparbuch sein. Mit der spezifizierten, oftmals SparCard genannten Bankkarte können in den meisten Fällen Transaktionen zwischen Sparkonto und Giro-/Referenzkonto getätigt werden. Beim traditionellen Sparbuch sind Überweisungen auf Girokonten nicht möglich.


Securities Lending

Securities Lending ist das englische Äquivalent (Ersatz, Behelf) für Wertpapierleihe. Daraus schlussfolgert beschreibt Securities Lending ein Geschäft zwischen zwei Partnern, nämlich dem Verleiher und Entleiher, bei dem es um die Nutzung eines Wertpapiers über einen begrenzten Zeitraum durch den Entleiher geht. Der Zweck des Securities Lending beziehungsweise Wertpapierleihe für den Verleiher kann vielfältig sein. Mit allgemeinüblicher Leihe sind Securities Lending / Wertpapierleihe nicht vergleichbar, weshalb der Begriff im allgemeinen Wortgebrauch wie im juristischen Sinne als irreführend erachtet wird.


Roll-over-Eurokredite

Roll-over-Eurokredite sind ein Finanzinstrument im internationalen Geschäft der Banken mit ihren kreditwürdigsten Kunden. Roll-over-Eurokredit gibt es in dieser Wortkonstellation bei Bankern, Betriebswirten, Finanzdienstleistern, Ökonomen oder in einschlägiger Fachliteratur nicht. Roll-over-Eurokredit wird sowohl alltagsgebräuchlich als auch in BWL, Bankwesen, Finanzwirtschaft, Kreditgeschäft, Unternehmensfinanzierung entweder Roll-over-Kredit oder Eurokredit mit der Klausel roll-over im Kreditvertrag genannt. Gemeint sind Kredite, die am Euromarkt in Dollar, Euro, Pfund, Franken von Großbanken oder einem Bankenkonsortium an Unternehmen, die öffentliche Hand, Staaten vergeben werden. Charakteristikum der Roll-over-Eurokredite ist eine Zinsbindungsfrist nicht über die gesamte Laufzeit, sondern für vereinbarte Perioden.


Roll-over-Kredit

Roll-over-Kredit ist eine Kreditart allein aus dem Bereich Geschäftskunden der Banken. Roll-over-Kredit werden alle Kreditverträge genannt, bei denen die Klausel Roll-over zum Vertragsinhalt gehört. Es bezeichnet eine periodische Neufestlegung des Zinssatzes. Für die Inanspruchnahme des Kredits zu zahlende Zinsen werden nach vertraglich vereinbarten, fortgesetzten Laufzeiten den üblichen Marktzinssätzen angepasst. Somit ist der Roll-over-Kredit einerseits festverzinslicher Kredit. Zum anderen jedoch auch Kredit mit variabler Verzinsung, weil der Zinssatz nicht über die gesamte Vertragslaufzeit gilt. Zu Kreditnehmern beim Roll-over-Kredit gehören bedeutende Unternehmen, die öffentliche Hand, Staaten.


Senior Debt

Senior Debt ist die englische Bezeichnung für vordringliches, auch vorrangiges Fremdkapital. Das Gegenstück von Senior Debt ist in englischer Wortart demnach Junior Debt, deren deutsche Entsprechung zwangsläufig untergeordnetes beziehungsweise nachrangiges Fremdkapital ist. Senior Debt wurde, im Gegensatz zu vielen anderen Begriffen aus Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzmärkte, Börsenhandel, Kreditwesen, Unternehmensfinanzierung, kaum in den deutschen Wortgebrauch übernommen. Senior Debt, also als vorrangig eingestuftes Fremdkapital, spielt im Rahmen von Überschuldung, Insolvenz, Bankrott sowie beim Mezzanine-Kapital, in diesem Zusammenhang bei der Bilanzierung, und in weiterem Sinne innerhalb der internationalen Rechnungslegungsvorschriften eine Rolle.


Securitization

Securitization (deutsch: Verbriefung) bezeichnet die Umwandlung von Vermögenswerten in handelbare Wertpapiere. Für Securitization kommen Forderungsbestände unterschiedlichster Art infrage, insbesondere jedoch vielerlei Kredite. Weitere können mittelfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus Leasing, Baufinanzierungen, Unternehmensdarlehen oder auch aus Konsumentenkrediten, vorzugsweise Autokredite, sein. Nicht zuletzt aufgrund von Securitization entstand der weltweite Handel mit sogenannten „faulen Krediten“, die im milder klingenden Fachjargon „notleidende Kredite“ genannt werden. Folgen solcherart Kreditmarkt können Finanzkrisen mit globalen Auswirkungen sein, jüngstes Beispiel dafür ist die Finanz-, Wirtschafts- und Bankenkrise seit 2007 in Europa.


Revolving Credit

Revolving Credit heißt vom Englischen ins Deutsche übersetzt „sich erneuernder Kredit“. Allein damit entspräche Revolving Credit theoretisch der Bedeutung, die eine Kreditlinie, Dispositionskredit, Kontokorrent oder der Lieferantenkredit hat. Hauptmerkmal eines revolvierenden Kredits, bevorzugte Bezeichnung für Revolving Credit, ist die Tilgung des Kredits in festgelegten Zeiträumen und der sich daraus ergebenden, das heißt, sich immer wieder erneuernden Möglichkeit der Inanspruchnahme von Krediten in einer bestimmten Höhe (Kreditlimit). Gängigstes Beispiel für einen Revolving Credit ist das Kreditkartenkonto. Manche Lexika bezeichnen das im Geschäftskundenbereich der Banken vorkommende revolvierende Akkreditiv oder Dokumentenakkreditiv, welches Außenhandelsfinanzierungen betrifft, als Revolving Credit.


Return on Capital Employed (ROCE)

Return on Capital Employed (ROCE) ist eine Kennzahl für Messung der Rentabilität. Return on Capital Employed wird oft dem bekannteren Return on Investment (ROI) gleichgesetzt und entspricht der Gesamtkapitalrentabilität, einer Kennzahl aus der Betriebswirtschaftslehre (BWL). Der Return on Capital Employed dient der Bewertung der Rentabilität eines Unternehmens, zudem sind ansatzweise Aussagen zu Umsatzrendite sowie Ertrag als Ergebnis einer wirtschaftlichen Leistung in bestimmten Perioden möglich.


Management by Systems

Management by Systems ist eine von diversen Management by-Techniken bzw. -Theorien, die sich mit Unternehmensführung auseinandersetzen. Management by Systems behandelt, in Anlehnung an wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aus der Lehre von Regelkreisen (Kybernetik), die Führung eines Unternehmens durch Systemsteuerung, was eine Mischung aus wiederum anderen Führungsmodellen beinhaltet. Management by Systems im eigentlichen Sinne sollte nicht mit CMS (Content-Management-System) oder FIS (Führungsinformationssystem) verwechselt werden.


Lead Manager

Lead Managerist die wörtliche englische Übersetzung für Konsortialführer. Lead Manager oder Konsortialführer wird im Fachjargon teilweise auch Bookrunner genannt, ein aus Book (Buch) und Runner (Bote) zusammengesetzter Begriff, der im traditionellen englischen Wortschatz so nicht existiert. Obwohl Lead Manager sowie Konsortialführer auf eine einzelne Person schließen lassen könnte, trifft das nicht zu. Denn es handelt sich dabei um die federführende, leitende Bank innerhalb eines Konsortiums. Banken bilden Konsortien mit einem Lead Manager zum Zweck der Emission von Aktien, Anleihen, Wertpapieren sowie für die Vergabe von Krediten, bei denen es speziell um Großkredite geht. Daraus schlussfolgernd gehören Lead Manager beziehungsweise Konsortialführer zu den Sachgebieten Wertpapieremission, Aktienausgabe, Börse, Kreditgeschäft, Finanzmärkte, Marketing, BWL.


Kreditversicherung

Die Kreditversicherung kommt bei Krediten im geschäftlichen und privaten Bereich vor. Bedeutender ist die Kreditversicherung für Unternehmen, die sich damit gegen das Ausfallrisiko von Forderungen bei Lieferungen und Leistungen schützen können. Eine sehr bekannte Kreditversicherung ist die Warenkreditversicherung genannte Abdeckung des Lieferantenkredits. Für private Konsumenten hat die Bedeutung der Kreditversicherung in den letzten Jahren zugenommen.


Management Buy In (MBI)

Management Buy In (MBI) bezeichnet im Großen und Ganzen einen Führungswechsel in Firmen, Unternehmen, Familienbetrieben. Management Buy In ist eine von diversen Management-Buy/by-Techniken, die der Führungsebene Verhaltensweisen, Regeln, Richtlinien zur Gestaltung betrieblicher Prozesse in den Bereichen Organisation, Planung, Kontrolle, Information aufzeigt. Beim Management Buy In (MBI) erfolgt der Führungswechsel sozusagen von außen, das heißt die Leitung eines Unternehmens wird von einem externen Management übernommen. Das Gegenstück heißt Management Buy Out.


Long Position

Long Position ist ein Begriff aus den Kategorien Börsenhandel, Terminkontrakte, Optionsgeschäft, mithin also Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzmärkte, Bankwesen. Long Position gehört zum breitgefächerten Fachjargon insbesondere beim Handel mit Futures und Optionen. Die Bezeichnung „Long Position“ beziehungsweise „long“ wird darüber hinaus von Marktteilnehmern oder Nachschlagewerken auch bei weiteren Handelsgeschäften verwendet. Die Long Position drückt stets den Status als Käufer eines jeweiligen Finanzinstruments aus. Das Gegenteil ist die Short Position.


London International Financial Futures and Options Exchange

Die London International Financial Futures and Options Exchange (LIFFE) gehört zu den vier größten, bekanntesten Terminbörsen der Welt. Bei der London International Financial Futures and Options Exchange handelt es sich nicht um die traditionsreiche Londoner Börse, deren offizielle Bezeichnung London Stock Exchange, Kürzel LSE, ist. Die Gründung der LIFFE war im Jahr 1982.


Limitierte Kaufentscheidung

Limitierte Kaufentscheidung ist ein Fachbegriff aus der Kategorie Kaufverhalten. Die limitierte Kaufentscheidung gehört neben extensiver, habitualisierter, impulsiver zu den vier Typen von Kaufentscheidungen. Marktforschung, Kaufverhaltensforschung, Marktpsychologie als angewandte Wissenschaft sowie Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Marketing, Entscheidungstheorien als Instrument der Betriebswirtschaftslehre (BWL) versuchen, Verhalten von Marktteilnehmern, insbesondere das Konsumentenverhalten, zu erklären, analysieren, prognostizieren und zu beeinflussen. Limitierte Kaufentscheidung definiert relevante Literatur als „vereinfachte Kaufentscheidung“, die wiederum mit Konsumentenverhalten nach vorgeprägtem (einfachen) Muster erklärt wird.


Lender of last Resort

Lender of last Resort, Originalübersetzung vom Englischen ins Deutsche: „Kreditgeber der letzten Zuflucht“. Als bildhaftes Synonym für Lender of last Resort gelten heutzutage, im Zeichen von Wirtschafts-, Finanz-, Bankenkrise, Insolvenzen bis hin zu drohender Staatspleite, zum Beispiel gewisse Finanzdoktrin, Euro-Rettungsschirm, Hilfsfonds oder auch der Internationale Währungsfond IWF. In Not geratene Finanzmarktteilnehmer erhalten vom Lender of last Resort einen Kredit, wenn kein anderer Kreditgeber mehr dazu bereit ist.


Lean Production

Lean Production wird der Originalübersetzung entsprechend „Schlanke Produktion“ genannt. Lean Production ist eine Produktionsart, deren Hauptziele Verdoppelung der Produktivität und Kostenhalbierung sind. Lean Production steht in engem Zusammenhang mit den Konzepten Lean Management, Just in Time (JiT) und Kanban. In Betriebswirtschaftlehre und Industriebetriebslehre wird Lean Production nach wie vor kontrovers diskutiert, das heißt, das Modell der „Schlanken Produktion“ ist innerhalb der Produktionswirtschaft, Soziologie, unter Wissenschaftlern und Ökonomen durchaus umstritten.


Kreditvermittlungsgeschäfte

Kreditvermittlungsgeschäfte tätigen Makler, Banken, Finanzdienstleister im jeweiligen Servicebereich, Außendienst oder online. Ein Kreditvermittlungsgeschäft beinhaltet die Vermittlung von Krediten an zukünftige Kreditnehmer im Auftrag von potenziellen Kreditgebern. Vorschriften für gewerblich organisierte Kreditvermittlungsgeschäfte sind überwiegend gesetzlich geregelt. Ebenso die Tätigkeit des Maklers, der nach rechtlicher Auffassung ein Zivilmakler ist.


Kreditvermittler

Kreditvermittler werden Makler genannt, welche in diesem Fall ein Gewerbe ausüben, dass die Vermittlung von Krediten zum Gegenstand hat. Kreditvermittler sind oftmals zugleich in der Versicherungsbranche oder im Außendienst der Kreditinstitute tätig. Zudem können Kreditvermittler auch Verkäufer weiterer Finanzdienstleistungen, beispielsweise Anlageberatung, Bausparen, Leasing, etc. sein. Die Tätigkeit eines Kreditvermittlers bedarf der Zulassung, das frei verhandelbare Honorar nennt sich Provision oder Courtage. Ernsthafte Konkurrenz beim Kreditgeschäft haben Kreditvermittler durch spezialisierte Online-Anbieter von vielerlei Krediten im Internet.


Kreditvertrag

Der Kreditvertrag gehört zu den spezifischen Bankverträgen, die Kreditinstitute und Bankkunden abschließen. Ein Kreditvertrag ist ein sogenannter schuldrechtlicher Vertrag, der alle Bedingungen für die Übertragung von Geld oder anderen vertretbaren Sachen in das Eigentum des Kreditnehmers enthält. Mit einem Kreditvertrag über vertretbare Sachen werden beispielsweise Autokauf, Immobilienerwerb, Einkäufe im Versandhandel oder Internet finanziert. Kreditgeber können Banken und sonstige Finanzdienstleister sein.


Kreditzins

Kreditzins wird vom Kreditnehmer an Kreditgeber als Preis für einen Kredit/Darlehen gezahlt. Den Kreditzins nicht Preis, sondern ein vom Kreditnehmer entrichtetes Entgelt beziehungsweise entrichtete Vergütung zu nennen, ist die fachlich korrektere Definition. Der Begriff Kreditzins erklärt sich bereits aus dem Wort an sich, weil es eine Relation (Beziehung) von Zins zu Kredit und umgekehrt ausdrückt. Sollzins ist ein adäquater Fachausdruck für den umgangssprachlichen Wortgebrauch von Kreditzins.


Kreditkonditionen nach Preisangabenverordnung (PAngV)

Kreditkonditionen nach Preisangabenverordnung (PAngV) sind beim Darlehensvertrag für Verbraucher und dabei auch nur teilweise relevant. Kreditkonditionen nach Preisangabenverordnung sollen Konsumenten die Möglichkeit geben, Kredite zu vergleichen. Als Hauptkriterium gilt der Effektivzins, welcher in Bezug auf Darlehensverträge, Ratenkredite, Onlinekredite, etc. Verbrauchern als sogenannter effektiver Jahreszins bekannt ist. Kreditkonditionen nach Preisangabeverordnung sind Teil des Verbraucherschutzes.


Kreditsicherheiten

Kreditsicherheiten sind verwertbare Vermögensgegenstände, die zur Begrenzung des Kreditrisikos vom Kreditnehmer bereitgestellt werden. Kreditsicherheiten verlangen Banken oder andere Finanzdienstleister vor allem bei Krediten mit mittel- und langfristiger Laufzeit. Ein Kreditgeschäft, bei dem auf Kreditsicherheiten verzichtet wird, heißt Blankodarlehen. Die Bonität des Kreditnehmers beeinflusst in relativ starkem Maße anfallende Kreditkosten und auch zu stellende Kreditsicherheiten. Es wird zwischen Personen-, Sachsicherheiten sowie akzessorischen und nicht akzessorischen Sicherheiten unterschieden.


Kreditinstitute

Kreditinstitute werden umgangssprachlich und vielfach auch im Fachjargon Bank genannt. Kreditinstitute sind gewinnorientierte Unternehmen, die gewerbsmäßig im Bereich Bankgeschäfte, Geldwirtschaft, Kreditwesen, Finanzdienstleistungen tätig sind. In Deutschland unterliegen Kreditinstitute umfangreichen Rechtsgrundlagen, der Bankenaufsicht und Bankenregulierung. Die Hauptaufgaben der Kreditinstitute entsprechen ihrer Zweckbestimmung, was im Sinne einer Volkswirtschaft das Funktionieren aller Geld- und Kapitalströme umfasst.


Kreditfinanzierung

Kreditfinanzierung entspricht in betriebswirtschaftlicher Fachliteratur der Definition des Begriffs Fremdfinanzierung. Denn mit Kreditfinanzierung ist die Beschaffung von Fremdkapital am Finanzmarkt gemeint, was durch Anleihen, Wandelschuldverschreibungen, Akzepten (Wechsel) oder eben durch verschiedenste Kredite von unterschiedlichen Kapitalgebern erfolgen kann. Man unterscheidet kurz-, mittel- und langfristige Kreditfinanzierung. Außerhalb von Betriebswirtschaftslehre, Finanzmärkten oder Unternehmensfinanzierung gehören im weiteren Sinn auch Konsumentenkredite, Ratenkredite, Auto-, Immobilien-/Baufinanzierungen zur Kreditfinanzierung.


Kredite an private Haushalte

Kredite an private Haushalte vergeben Universal-, Spezial-, Direktbanken, Bausparkassen, sonstige Finanzinstitute. Kredite an private Haushalte unterliegen speziellen Schutzvorschriften, besonders wenn es beispielsweise um Bau- oder Immobilienfinanzierung geht. Hingegen sind viele Kredite an private Haushalte wie etwa Raten-, Konsumenten-, Waren-, Kleinkredit, etc. im sogenannten Massenkundengeschäft der Banken sowie des Versand-, Internethandels oder entsprechender Handelshäuser, die Warenkredite anbieten, als standardisiertes Finanzprodukt ausgestaltet.


Kreditangebot

Kreditangebot im volkswirtschaftlichen Sinne umfasst die Gesamtmenge der Kredite, die am Markt verfügbar sind. Kreditangebot aus betriebswirtschaftlicher Sicht gehört im Großen und Ganzen zur Beschaffung. Last but not least reagieren Banken auf entspreche Nachfrage vor Zustandekommen eines Kreditvertrags mit einem Kreditangebot, so Kunden dies wünschen. Vor allem im Privatkundenbereich sind Kreditangebote oftmals standardisierte Produkte und daher auch nicht kostenpflichtig.


Receivables

Receivables heißt übersetzt schlicht Forderungen, Außenstände. Somit meint Receivable einen Außenstand, der sich im Sinne von Betriebswirtschaftslehre (BWL), Rechnungswesen und Controlling, Buchhaltung und Bilanzierung auf die offene Forderung eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner für erbrachte Leistungen bezieht. Receivables sind im Internationalen Rechnungswesen von Bedeutung.


Kreditbanken

Kreditbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken gehören zu den Universalbanken. Innerhalb der Kreditbanken wird im Einzelnen nach Großbanken, Private Banking (Privatbankier) sowie den inländischen Zweigstellen ausländischer Banken differenziert. In Deutschland ist die namentliche Unterscheidung innerhalb des Bankwesens historisch bedingt und zudem im Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz KWG) verankert. Kreditbanken haben, ausgenommen in der Bankbetriebslehre, kaum bemerkbare Unterschiede zu anderen Wirtschaftsbetrieben, deren Aufgabe darin besteht, Dienstleistungen rund ums Geld zu erbringen.


Rahmenkredit

Rahmenkredit ist kein Fachbegriff, eher ein Oberbegriff für unterschiedliche Kredite. Entscheidendes Merkmal eines Rahmenkredits ist die vorherbestimmte Begrenzung der Höhe einer gewährten Kreditlinie. Und: Kreditnehmer können beim Rahmenkredit das mit der Bank vereinbarte Kreditlimit immer wieder vollständig oder in Teilbeträgen bis zum Ende der Laufzeit in Anspruch nehmen. Zinssatz, Tilgung, Rückzahlungsmodalitäten unterliegen marktüblichen Bedingungen beziehungsweise werden mit der Bank vereinbart. Gleichbedeutende Bezeichnungen für Rahmenkredit: Abrufdarlehen, Kreditlinie, Kreditrahmen. Sachgebiete: Betriebswirtschaftslehre (BWL), Bankwirtschaft, Finanzierung, Kreditgeschäft, Finanzwesen, Baufinanzierungen.


Business Survival

Business Survival ist ein neumodischer Begriff, der durch eine strategische Herangehensweise an neue Geschäftsideen und Geschäftsmodell ist. 


Projektfinanzierung

Die Projektfinanzierung ist ihrer Art nach eine Spezialfinanzierung und gehört sowohl dem Bereich Innen- wie Außenfinanzierung an. Projektfinanzierung kommt stets bei einem verselbstständigten Investitionsvorhaben zur Anwendung. Zwecks Risikoverteilung und wegen Fragen der Haftung werden im Rahmen der Projektfinanzierung insbesondere bei großen Vorhaben im In- oder Ausland Konsortien beziehungsweise Projektgesellschaften gegründet oder Generalunternehmer/-übernehmer für das einmalige Vorhaben (Projekt) beauftragt.


Quanto Option

Der Ausdruck Quanto Option verweist auf eine Absicherung gegen das Währungsrisiko. Erklärungen, wonach Quanto Option zur Kategorie der exotischen Optionen gehöre, kann hier nicht in vollem Umfang zugestimmt werden. Und zwar deshalb, weil Quanto grundsätzlich ein allgemeingültiger Namenszusatz bei unterschiedlichen, sehr vielfältigen und flexiblen Anlageprodukten, die hauptsächlich als Zertifikate bekannt sind, ist. Wird nun eines von divers vorhandenen Anlageprodukten mit dem Zusatz Quanto eigens im Optionsgeschäft gehandelt, ist das unter anderem eine Quanto Option.


Produktionsmanagement

Produktionsmanagement behandelt als fachübergreifende Lehre die Produktionswirtschaft. Produktionsmanagement als Wissenschaftsdisziplin hat sich aus Betriebswirtschaftslehre, Industriebetriebslehre und Management genannter Führung von gesellschaftlichen Institutionen beziehungsweise Betrieben entwickelt. Produktionsmanagement umfasst Planung, Organisation, Kontrolle, Information, betriebswirtschaftliche Steuerung der Produktion, einschließlich vor-, nachgelagerter betrieblicher Funktionen sowie die zielorientierte Führung von Betrieben.


Prime Rate

Prime Rate ist ein umgangssprachlicher Ausdruck innerhalb des Finanzmarkts, Kreditwesens, bei Finanzierungen, der Geldpolitik und Wirtschaft. Prime Rate bezeichnet eher günstige Zinssätze, die US-amerikanische Banken bei kurzfristigen Kreditverträgen den Unternehmen mit erstklassigem Rating gewähren.


Personalplanung

Personalplanung gehört zu den Aufgaben der Unternehmensführung respektive des Managements eines Unternehmens. Personalplanung, Teil der Unternehmensplanung, umfasst Personalbedarf, Personalbeschaffung, Personalauswahl, Personalverwaltung, Personalführung, Personalkosten, Aus- und Weiterbildung. In größeren Unternehmen oder Konzernen hat der Betriebsrat beratenden Einfluss auch auf die Personalplanung.


Personalkredit

Personalkredit wird mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen definiert. Zum einen ist Personalkredit Synonym für Mitarbeiterdarlehen beziehungsweise Arbeitgeberdarlehen. Andererseits bezeichnen Fachbücher, Ökonomen, Finanzdienstleister den Begriff dann als Personalkredit, wenn ein Kredit nach Art der Besicherung unterschieden wird. Gegenstück zum Personalkredit ist Realkredit, die Sachgebiete dafür sind unter anderem Betriebswirtschaftslehre (BWL), Finanzmärkte, Bankwesen, Kreditgeschäft.


Option Spread

Option Spread: Begriff aus den Sachgebieten Betriebswirtschaftslehre (BWL), Bankwirtschaft, Finanzstrategie, Börse, Derivate und Devisenhandel. Option Spread findet in dieser Wortkombination keine praktische Anwendung, sondern kennzeichnet, dass es um Spread-Postionen im Optionsgeschäft geht.


Non-Business-Marketing

Non-Business-Marketing ist der eher seltener verwendete Ausdruck für Non-Profit-Marketing. Somit bezeichnet Non-Business-Marketing die Vermarktung von Waren, Dienstleistungen, Initiativen oder Hilfsprojekten in sogenannten Non-Profit-Organisationen (NPO). Das Non-Business-Marketing unterscheidet sich in vielen Teilen nicht unbedingt von dem gewinnorientierter Unternehmen, allerdings sind Ziel, Sinn und Zweck völlig verschieden. Wie im Namen bereits verdeutlicht, verfolgen Non-Profit-Organisationen keine wirtschaftlichen Gewinnziele, sondern gemeinnützige, soziale, kulturelle, aber auch politische Sachziele.


Netting

Netting ist ein Begriff mit unterschiedlichen Worterklärungen auf Webseiten im Internet. Für den Terminus Netting existiert keine offizielle Definition, im weitesten Sinne wird darunter die Aufrechnung / Verrechnung gegenläufigen Zahlungsverkehrs zwischen Vertragspartnern verstanden. Netting gehört zu Kategorien wie BWL, Finanzmärkte, Bankwirtschaft, Wertpapiergeschäft, Außenhandel, bargeldloser Zahlungsverkehr, Finanzierung.


NYSE Composite Index

NYSE Composite Index heißt ein US-amerikanischer Aktienindex, der alle an der New Yorker Wertpapierbörse gelisteten Unternehmen umfasst. Der NYSE Composite Index enthält über viertausend in- und ausländische Unternehmen. Der bekannteste, zudem wichtigste Aktienindex der USA hingegen ist der Dow Jones.


Money-Back-Optionsschein

Money-Back-Optionsschein ist kein Fachbegriff, sodass es in Wirtschaftslehrbüchern keine Definition dafür gibt. Der Ausdruck Money-Back-Optionsschein wird im Wertpapiergeschäft beziehungsweise in der Bankwirtschaft verwendet und beschreibt einfach nur die Tatsache, dass es sich um einen Optionsschein mit dem verbrieften Recht auf die Rückzahlung des für einen Emissionskurs eingesetzten Kapitals handelt.


Multi Channel-Marketing

Multi Channel-Marketing ist eine gleichzeitig und parallel zueinander verlaufende Vermarktung von Produkten, Marken oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Beim Multi Channel-Marketing werden mehrere unterschiedliche Vertriebswege für die Produkte, Marken, Dienstleistungen genutzt. Beispiel: Verknüpfung von Filialhandel mit Versandhandel, Internet- und/oder Teleshopping.


Money Market Fund

Money Market Fund ist der englische Ausdruck für Geldmarktfonds. Also sind Money Market Funds spezielle Geldmarktpapiere, respektive liquide (kapitalkräftige, verfügbare) Wertpapiere, und zwar solche mit sehr kurzer Laufzeit. Aufgrund dieser Kurzfristigkeit bieten sich Geldmarktfonds, wenn alle Konditionen stimmen, als Alternative zu konventionellen Geldanlagen wie festverzinsliche Wertpapiere, Termingelder oder zum Tagesgeldkonto an.


Offene Handelsgesellschaft

Die offene Handelsgesellschaft besteht aus mindestens zwei Gesellschaftern, die auch mit Ihrem Privatvermögen für die Schulden der Gesellschaft haften.


Maschinendatenerfassung

Maschinendatenerfassung sowie die Informationen zu Fertigungsauftrags-, Lager- und Personaldaten sind Einzelbestandteile der Betriebsdatenerfassung. Speziell die Maschinendatenerfassung gibt Auskunft über Produktionsmenge, Laufzeiten, Störungen und Auslastung der Maschinen in Produktionsbetrieben. Maschinendatenerfassung macht erst dann Sinn, wenn eine Verbindung zwischen Produktionstechnik und elektronischer Informationsverarbeitung besteht.


Marktsegmentierung

Marktsegmentierung ist das Aufteilen eines Gesamtmarkts in Teilmärkte nach vorherbestimmten Kriterien. Marktsegmentierung führen Unternehmen durch, um innerhalb eines Marktsegments weitgehend ähnliche Käufergruppen gezielt zu erreichen. Voraussetzungen für höchstmöglichen Nutzen der Marktsegmentierung sind beispielsweise Marktforschung, permanente Marktbeobachtung, Marktanalysen, Kundenstrukturanalysen, etc.


Margin Call

Margin Call ist ein Begriff aus Sachgebieten wie Betriebswirtschaftslehre (BWL), Bankwirtschaft, Finanzmärkte, Wertpapiergeschäft sowie Devisenhandel. Margin Call wird als spezieller Ausdruck im Termingeschäft verwendet und mit „Aufruf / Aufforderung zur Sicherheitsleistung“ definiert. Im Fall eines Margin Calls muss ein Trader neues Geld aufs Handelskonto überweisen, weil ansonsten die Unterschreitung der Sicherheitsleistung droht, was die automatische Schließung des Handelskontos zur Folge hätte.


Manufacturing Resources Planning

Manufacturing Resources Planning ist eine Methode für die Produktionsplanung in Industriebetrieben. Manufacturing Resources Planning entstand als computergestütztes Planungskonzept in den 1980er Jahren aus seinem Vorgänger MRP I aus den 1960er Jahren. Das aktuelle Konzept Manufacturing Resources Planning MRP II verknüpft Produktionsprogrammplanung und Steuerung der Produktion mit weiteren Ebenen, beispielsweise Geschäfts- oder Kapazitätsplanung.


Kredit mit variabler Verzinsung

Ein Kredit mit variabler Verzinsung ist ein Darlehen, bei dem Sollzinsen einem veränderlichen Zinssatz unterliegen. Gegensatz des Kredits mit variabler Verzinsung ist der mit einem Festzinssatz über die gesamte Laufzeit. Weil Zinsänderungsklauseln nicht zuletzt aus Gründen der Refinanzierung im berechtigten Interesse der Banken liegen, sind Kredite mit variabler Verzinsung überwiegende Praxis.


Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren gehören zu den Entgelten, die Kreditinstitute für ihre Leistung des Führens eines Kontos erheben. Kontoführungsgebühren werden monatlich oder quartalsweise berechnet und auf der Sollseite des Kontoauszugs ausgewiesen. Der Werbeslogan „kostenloses Girokonto“ suggeriert Privatkunden, dass keine Kosten beim bargeldlosen Zahlungsverkehr anfallen, meint jedoch nur den Wegfall der Kontoführungsgebühren.


Kontoeröffnung

Von Kontoeröffnung spricht man, wenn ein neues Konto eingerichtet wird. Bis es zur Kontoeröffnung kommt, sind vom jeweiligen Kreditinstitut vorgegebene Voraussetzungen zu erfüllen. Insbesondere die sogenannte Legitimationsprüfung, welche einen steuerrechtlich vorgeschriebenen Verwaltungsvorgang darstellt, den jede Bank, egal ob Direkt- oder Filialbank, erfüllen muss. Aus Kundensicht empfiehlt sich vor Kontoeröffnung ein intensiver Vergleich der Geschäftsbedingungen aller infrage kommenden Geldinstitute.


Kleinkredit

Kleinkredit werden Kredite dann genannt, wenn die Definition nach Kreditart und Höhe der Kreditsumme erfolgt. Für den Kleinkredit ist, wie es der Name bereits vermuten lässt, die geringe Höhe der Kreditsumme charakteristisch. Als Kleinkredit kommen überwiegend Ratenkredit oder Konsumentenkredit infrage, die zum Zwecke der Finanzierung von Konsumgütern durch Geldinstitute an private Haushalte vergeben werden.


Islamic Development Bank (IsDB)

Islamic Development Bank (IsDB) ist die islamische Entwicklungsbank mit Sitz in Dschidda, Saudi-Arabien. Die Islamic Development Bank unterstützt durch günstige Darlehen Projekte in den ärmeren Ländern, die zur arabischen Welt gehören. Neben multilateralen Entwicklungsbanken, wie es beispielsweise die IsDB eine ist, gibt es zudem die international tätige Weltbank-Gruppe sowie nationale Entwicklungsbanken. Zu letzterer Kategorie gehören unter anderen die KfW-Bankengruppe oder die Österreichische Entwicklungsbank. In aller Regel bestehen Entwicklungshilfen aus Krediten, Darlehen, Beteiligungen und Investitionen in förderungswürdige Projekte.


Konsumentenkredit

Konsumentenkredit werden Kredite dann genannt, wenn diese nach ihrer Verwendung definiert werden. Standardisierter Konsumentenkredit ist der moderne Ausdruck für den veralteten Begriff Anschaffungsdarlehen. Weitere in der Praxis häufig benutzte Synonyme sind Ratenkredit, Kleinkredit, Sofortkredit, Wunschkredit, Autokredit, etc. Beim Konsumentenkredit treten Geldinstitute, Online-Anbieter oder private Personen als Kreditgeber/Gläubiger auf; Kreditnehmer sind Privathaushalte oder Kleingewerbebetreibende.


Investment-Center

Investment-Center ist eine von drei Sparten (Geschäftsbereiche), wenn die Beschreibung eines Unternehmens nach der funktionalen Organisationsstruktur erfolgt. Investment-Center, Cost-Center und das ab mittleren Unternehmen häufig anzutreffende Profit Center sind Begriffe aus dem Bereich divisionale Organisation (Aufbauorganisation) von Unternehmen. Investment-Center haben eine Geschäftsbereichsleitung, die autonom über Investitionen entscheiden kann.


Responsive Webdesign

Responsive Webdesign reagiert auf die Anforderungen, die durch die unterschiedlichen Bildschirmauflösungen der Endgeräte entstehen. Smartphones, Tables, Notebooks und Desktops haben unterschiedliche Auflösungen - daher muss sich auch die Darstellung des Contents anpassen.


Berufsausbildungsbeihilfe

Berufsausbildungsbeihilfe sind Zuschüsse für die berufliche Ausbildung und werden vom deutschen Bundesagentur für Arbeit vergeben.


Investment Property

Investment Property ist ein Standard in der Internationalen Rechnungslegungsvorschrift IFRS. Investment Property hat im gleichbedeutenden IAS-Standard Nummer vierzig. Diese für multinationale Unternehmen gültigen Rechnungslegungsvorschriften, nach denen Konzerne Bilanzen beziehungsweise Jahresabschlüsse erstellen, besagt, dass Immobilien dann als Investment Property zu bewerten sind, wenn sie ein reines Finanzinstrument darstellen; also nicht der Eigennutzung oder dem operativen Geschäft, sondern als Geldanlage dienen. Aus dem Englischen übersetzt heißt „investment in property“ Immobilienanlage. Investment ist Synonym für Investition, Einlage (Bankwesen) oder Geldanlage/Kapitalanlage; Property bezeichnet Sachanlagen, Besitz, Grundstück, Landbesitz, Eigentum an Grund und Boden.


Vertrag von Lissabon

Der Vertrag von Lissabon heißt offiziell „Vertrag von Lissabon zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft“. Seinen Namen erhielt er, weil Vertreter der 27 EU-Mitgliedsstaaten den Vertrag von Lissabon im Dezember 2007 in der portugiesischen Hauptstadt unterzeichneten.


Nettogeldvermögen

Nettogeldvermögen und Geldvermögen werden umgangssprachlich überwiegend als identische Begriffe verwendet. Exakt definiert ist das Nettogeldvermögen als Saldo (Differenz zwischen Soll und Haben) aus Forderungen und Verbindlichkeiten. Innerhalb bundesdeutscher Vermögensbilanzen erscheint das Nettogeldvermögen in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), die nach dem Standard ESVG (Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen) erstellt wird. Der Begriff Nettogeldvermögen gehört zu Sachgebieten wie Wirtschaftstheorie, Volkswirtschaftslehre, Makroökonomie, BWL, Rechnungswesen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung sowie Finanzmarkt.


Schuldenbremse

Schuldenbremse werden Regelungen genannt, mit denen Länder ihre Staatsverschuldung einzudämmen versuchen. Eine Schuldenbremse zwecks Begrenzung der Haushaltsdefizite sowie staatlichen Schulden haben die Teilnehmerländer der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bereits im Stabilitäts- und Wachstumspakt anno 1996 beschlossen. Deutschland, die Schweiz, Bulgarien und Ungarn verankerten Schuldenbremsen in ihrer jeweiligen Verfassung/Grundgesetz. Andere Länder kündigten nationale Schuldenbremsen an, beispielsweise Frankreich oder Italien.


Euro-Rettungsschirm

Euro-Rettungsschirm ist die in Medien oftmals verwendete Bezeichnung für den umständlicheren Begriff Europäischer Stabilitätsmechanismus. Euro-Rettungsschirm deshalb, weil ein entscheidendes Instrumentarium Kredite mit vorteilhafteren Zinssätzen sowie Bürgschaften und Garantien sind, die wirtschaftlich schwächeren EU-Staaten bei der Überwindung ernsthafter Staatsschuldenkrisen helfen sollen.


Sixpack / Euro-Plus-Pakt

Sixpack / Euro-Plus-Pakt nennt sich eine nicht völkerrechtlich verbindlich abgezeichnete (ratifizierte) Übereinkunft zwischen 23 Staaten der EU. Der Euro-Plus-Pakt entstand auf Initiative der bundesdeutschen und französischen Regierung im März 2011. Inhaltlich geht es beim Sixpack / Euro-Plus-Pakt um eine angestrebte Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit.


EU-Konvergenzkriterien

Die EU-Konvergenzkriterien wurden im Vertrag von Maastricht aus dem Jahr 1992 (EU-Vertrag) festgeschrieben. EU-Konvergenzkriterien sind Vorgabewerte, die in Staaten der Europäischen Union Stabilität der Wirtschaft nachweisen und Solidarität der Staaten untereinander gewährleisten sollen. Maßgaben zur Führung öffentlicher Haushalte, eines der vier grundlegenden EU-Konvergenzkriterien, gelten im Rahmen des Stabilitäts- und Wirtschaftspakts für Länder der EU-Zone weiterhin. Ansonsten müssen die EU-Konvergenzkriterien allein zum Zeitpunkt des Eintritts eines europäischen Landes in die Europäische Union (nicht Europäische Wirtschafts- und Währungsunion) erfüllt werden.


Staatsverschuldung Deutschlands

Die Staatsverschuldung Deutschlands setzt sich aus Schulden des Bundes, der Bundesländer, Gemeinden und der gesetzlichen Sozialversicherung zusammen. Der Staatsverschuldung Deutschlands stehen Einnahmen/Forderungen sowie staatliche Vermögenswerte gegenüber (Sach-, Geldvermögen). Werden Einnahmen und Ausgaben verglichen, kommt es zum Haushaltssaldo; ein Haushaltsdefizit entsteht, wenn Staatsausgaben höher als Staatseinnahmen sind.


EFSF Bonds

EFSF Bonds und EU-Anleihen (Eurobonds) sind verschiedene Dinge, beides jedoch Instrumentarien des sogenannten Euro-Rettungsschirms. EFSF Bonds hat die im Juni 2010 gegründete Zweckgesellschaft European Financial Stability Facility (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) etwa ab Januar 2011 am Kapitalmarkt platziert. Besichert sind EFSF Bonds durch Garantien der Euro-Länder, die bis zu einem bestimmten/vereinbarten Betrag haften.


Ratingcodes

Ratingcodes sind verschlüsselte Symbole, Zeichen, Zeichenfolgen, die das Ergebnis eines Ratings (Bewertung, Einschätzung) angeben. Ein sehr bekannter Ratingcode ist der in Form einer Buchstabenfolge von den populärsten Rating-Agenturen Moody’s oder S&P verwendete. Insbesondere wegen anhaltender Finanzkrisen gerieten Ratingcodes ins öffentliche Interesse. Anhand der Buchstabenfolge können Bonität und in gewissem Maße das Ausfallrisiko, auf Staatenebene das Länderrisiko, eines Schuldners grob eingeschätzt werden. Ratings verloren angesichts der neuerlichen Bankenkrise im Herbst 2011 an Glaubwürdigkeit.


Haushaltskonsolidierung

Haushaltskonsolidierung ist die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzlage in Unternehmen und der des Staates (öffentliche Haushalte). Bei einer Haushaltskonsolidierung werden Einnahmen erhöht oder/und Ausgaben verringert. Mit anderen Worten: Geraten Aufwendungen und Erträge in eine Schieflage, muss zur Vermeidung ernsthafter Konsequenzen wie Insolvenz, Konkurs, Bankrott eine Haushaltskonsolidierung stattfinden.


Staatsinsolvenzordnung

Staatsinsolvenzordnung ist ein Begriff, der mit der Griechenland- beziehungsweise Euro-Schuldenkrise aufkam. Eine Staatsinsolvenzordnung beinhalten weder EU-Verträge noch die der Währungsunion. Fehlende Erfahrungen innerhalb der Euro-Zone im Umgang mit ernsthafter Überschuldung eines EU-Mitgliedstaats bis hin zum drohenden Staatsbankrott sind Ursachen dafür, dass eine Staatsinsolvenzordnung bisher fehlt (Stand: 2011). Jeder Staat hat zwar eine Insolvenzordnung, diese regelt jedoch lediglich das jeweils inländische Insolvenzverfahren und ist auf EU-Ebene nicht anwendbar.


EBA – European Banking Authority

EBA – European Banking Authority – heißt ins Deutsche übersetzt: Europäische Bankaufsichtsbehörde. Die EBA mit Sitz in London ist eine europäische Behörde, die Aufgaben der Finanzmarktaufsicht erfüllt. Die European Banking Authority gehört mit zum Europäischen Finanzaufsichtssystem (ESFS).


unkörperliche Wirtschaftsgüter

Der Begriff unkörperliche Wirtschaftsgüter ist eine andere Bezeichnung für immaterielle Wirtschaftsgüter


körperliche Wirtschaftsgüter

Der Begriff körperliche Wirtschaftsgüter ist eine andere Bezeichnung für materielle Wirtschaftsgüter.


Eurobonds

Eurobonds sind Anleihen, Schuldverschreibungen in einer Währung, die nicht der des Landes entspricht, in dem sie für den internationalen Kapitalmarkt platziert werden. Eurobonds gibt es seit den 1960er Jahren als verzinsliches Wertpapier in vielfältiger Ausstattung und mit mittlerer bis längerfristiger Laufzeit; sie haben in diesem Sinne nichts mit dem Euro als Währung zu tun. Etwa seit 2010 benutzen Medien, Politiker, Wirtschafts-, Finanzexperten den Ausdruck Eurobonds auch für umfangreich diskutierte, jedoch noch nicht vorhandene EU-Anleihen.


Internationaler Währungsfonds (IWF)

Den Internationalen Währungsfonds (IWF) gibt es seit dem Jahr 1944. Der IWF ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit 187 Mitgliedstaaten im Jahr 2011. Der Internationale Währungsfonds befasst sich mit Finanz-, Geldpolitik, freien Devisenhandel, internationalem Zahlungsverkehr sowie Krediten. Jüngste Finanzentwicklungen führten zur Beteiligung des IWF am Europäischen Stabilitätsmechanismus. Die Stellung der Mitgliedsstaaten (Stimmrecht) im Internationalen Währungsfonds wird durch zugewiesene Quoten beziehungsweise Kapitalanteile bestimmt.


Rekapitalisierung

Rekapitalisierung bezeichnet im Wesentlichen eine finanzielle Beteiligung an Unternehmen. Rekapitalisierung betrifft die Passivseite (Haben) der Bilanz, weil hier die Herkunft aller finanziellen Mittel ausgewiesen ist. Werden Eigen- und Fremdkapital zugunsten der Erhöhung des Fremdkapitals sozusagen umstrukturiert, nennt sich dieser Vorgang Rekapitalisierung. Jungunternehmer, Firmengründer und innovative Unternehmen mit wenig verfügbarem Eigenkapital finanzieren ihre Unternehmensidee häufig über Eigenkapitalanteile oder stille Einlagen (Private Equity). Für eine Rekapitalisierung der Banken (Stichwort Finanzkrise seit 2007) wurde in Deutschland der Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) geschaffen.


AEU-Vertrag

AEU-Vertrag heißt in Langform „Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union“ und gehört zum grundlegenden Regelwerk der Europäischen Union (EU). Im AEU-Vertrag sind Kompetenzen sowie detaillierte Funktionsweisen für die Organe der EU festgelegt. Der AEU-Vertrag entstand aus den vor Gründung der heutigen EU geltenden Verträgen der Europäischen Gemeinschaften.


Moral-Hazard-Problem

Das Moral-Hazard-Problem bezeichnet die Vorteilnahme eines Einzelnen auf Kosten einer bestehenden Gemeinschaft. Der Begriff Moral-Hazard-Problem leitet sich von der Bedeutung des Wortes Hazard als eine Art Glücksspiel beziehungsweise im übertragenen Sinne eines Risikos, einer riskanten Aktion ab. Verwendung fand der Ausdruck Moral-Hazard-Problem erstmals im Bereich Versicherung, vornehmlich der Feuerversicherung. Heutzutage warnen Experten vor dem Moral-Hazard-Problem in weiteren Bereichen der Volkswirtschaft sowie innerhalb der Soziologie, Informationsökonomik, Wirtschaftpolitik und Wirtschaftsforschung.


Stabilitäts- und Wachstumspakt

Stabilitäts- und Wachstumspakt: Regelwerk für Staaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Wesentlicher Inhalt sind Festlegungen zu Verschuldung und Haushaltsdefizit. Staaten der Euro-Zone werden laut Stabilitäts- und Wachstumspakt verpflichtet, Jahresprogramme für solide Haushaltspolitik vorzulegen, um Währungsstabilität und Wirtschaftswachstum zu erreichen.


Unternehmensformen

Die Wahl der richtigen Unternehmensform ist wohl eine, wenn nicht die wichtigsten Entscheidung, die Sie bei der Gründung eines Unternehmens treffen müssen.


Nichtbeistands-Klausel

Nichtbeistands-Klausel: Mitentscheidender Grundsatz der Europäischen Union, der die Haftung der EU als Ganzes sowie die Haftung einzelner Mitgliedsstaaten für Schulden / Verbindlichkeiten anderer Mitgliedsstaaten ausschließt. Die Nichtbeistands-Klausel wird fachmännisch No-Bailout-Klausel genannt und ist im Artikel 125 des AEUV festgeschrieben.


Europäischer Stabilitätsmechanismus

Europäischer Stabilitätsmechanismus ist eine Art von Krisen-, Risikomanagement auf Ebene des Staatenverbundes Europäische Union. Europäischer Stabilitätsmechanismus wird umgangssprachlich Euro-Rettungsschirm genannt. Das Regelwerk soll die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) stabilisieren sowie Überschuldung beziehungsweise drohenden Staatsbankrott abwenden. Weil ein provisorisches Krisenmanagement Mitte 2012 als Vertragswerk ausläuft, wird der Europäische Stabilitätsmechanismus dieses ersetzen.


Staatspleite

Staatspleite: Landläufiges Synonym für Staatsbankrott. Vorzeichen einer drohenden Staatspleite sind hohe Verschuldung und damit einhergehende Gefahr, Forderungen aus Krediten nicht mehr begleichen zu können. Angesichts weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrisen gewinnt die Problematik der Staatspleite zunehmend an Bedeutung.


No-Bailout-Klausel

No-Bailout-Klausel (Nichtbeistands-Klausel) ist im EU-Vertrag enthalten und bedeutet, dass kein Mitgliedsstaat der EU für Schulden eines anderen EU-Mitgliedsstaates eintritt. Die No-Bailout-Klausel berührt Sachgebiete wie Wirtschaftswissenschaft, Währungspolitik, Europäische Währungsunion, Finanzkrisen.


Internet Service Provider (ISP)

Internet Service Provider (ISP) sind Online-Dienstanbieter, die Endkunden einen Internetzugang und weitere Internetdienste zur Verfügung stellen. Branchenriesen wie die Deutsche Telekom oder Vodafone sind international agierende Netzwerkbetreiber und zugleich ISP.


Investitionskredit

Investitionskredit ist die Bezeichnung einer Kreditart, wenn diese nach dem Kriterium seiner Verwendung unterschieden wird. Unter anderem gehören auch Betriebsmittel-, Effekten-, Konsumkredit zu den Kreditarten in dieser Kategorie. Ein Investitionskredit wird von Mittelständlern, Unternehmern, Kreditgebern beziehungsweise auf dem Finanzmarkt oftmals Anlagenkredit genannt.


Hypothekendarlehen

Hypothekendarlehen (auch Darlehenshypothek genannt) sind langfristige Kredite, bei denen Darlehensnehmer den eigenen Grundbesitz als Kreditsicherheit einsetzen. Das im Zuge von Hypothekendarlehen geliehene Geld muss vereinbarungsgemäß, also entsprechend des Darlehensvertrags, zurückgezahlt werden. Die Hypothek wird ins Grundbuch eingetragen, der Gläubiger und Inhaber dieser Hypothek kann bei Konkurs des Schuldners den Grundbesitz versteigern lassen.


Hypothekarkredit

Hypothekarkredit ist eine umgangssprachliche Ausdrucksform für Realkredit, auch Hypothekendarlehen (Darlehenshypothek) genannt, und wird kaum noch verwendet. Ursache dafür sind Gesetzesregelungen zum Grundpfandrecht.


Ideation

Ideation lässt sich mit Ideenbildung vom Englischen ins Deutsche übersetzen. Nach dem Wortursprung Idee, abgeleitet vom griechischen idea (Ursprung) nach Platon, bedeutet es „Erscheinung, Gestalt, Form“ und ist eine Kategorie der Philosophie. Für Ideation existiert keine allgemeingültige Definition. Im modernen Kontext zu Bildung, Politik, Wirtschaft respektive Betriebswirtschaftslehre findet Ideation seinen Niederschlag beispielsweise in Kreativitätstechniken sowie im Ideenmanagement, Teil des Innovationsmanagements.


Good Manufacturing Practice (GMP)

Good Manufacturing Practice (GMP): “Gute Herstellungspraxis”, schwerpunktmäßig für Arzneimittel, pharmazeutische Wirkstoffe, Medizinprodukte sowie Kosmetikartikel, aber auch für die Herstellung von Lebensmitteln und Futtermitteln. Landesspezifische GMP-Regeln basieren auf Vorgaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation).